14.11.2018

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Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

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Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

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Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
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Premiere: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Mit der Premiere von Die Jüdin von Toledo in der Bühnenfassung von Koen...

Neu bei FBE: "Du springst, ich falle" von Maryam Madjidi
In ihrem viel diskutierten, autobiografischen Debüt erzählt Maryam Madjidi...

Neu bei FBE: "Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund
Lennard kann sich nie entscheiden. Aber zumindest eine Sache hat er...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
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UA: "Adel verpflichtet" am Ernst Deutsch Theater in Hamburg
Am 29. November ist Uraufführung von Dogberry&Probsteins mörderisch schwarzer...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

"Mamma Macchiato" von Tom van Hasselt am Kammertheater Karlsruhe
Ein bisschen Prenzlauer Berg ist überall – so auch in Karlsruhe, wo am 23....

Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
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Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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"Pelleas und Melisande" an der Volksbühne Berlin

© David Baltzer

 

Ab 14. Januar kann sich das Volksbühnen-Publikum auf eine spektakuläre Umsetzung von Maurice Maeterlincks Stück Pelleas und Melisande freuen. Das Stück, auf dessen Grundlage unter anderem Claude Debussy seine berühmte gleichnamige Oper komponiert hat, wird von David Marton mit dem ein oder anderen musikalischen Ausflug auf die Bühne gebracht.

Prinz Golaud soll aus Gründen der Staatsräson heiraten. Auf dem Weg zu der ihm bestimmten Braut verirrt er sich und trifft in einem abgeschiedenen Wald die wunderschöne Mélisande. Wer sie ist und woher sie stammt, weiß niemand. Eigenmächtig heiratet Golaud sie und bringt sie zum Hof des Großvaters zurück. Doch auf dem düsteren Schloss ist Mélisande fremd und fürchtet sich. Nur zu Golauds Bruder, Pelléas, fasst sie sofort Vertrauen. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung. Obwohl ihr Verhältnis völlig unschuldig ist, erregt es die Eifersucht Golauds, der misstrauisch seinen Sohn ausfragt und aus dessen kindlicher Beschreibung herausliest, dass er betrogen wird. Als Pelléas sich kurz vor einer Reise von Mélisande im Garten verabschieden will, erschlägt Golaud ihn. Vor Trauer stirbt auch Mélisande kurze Zeit später. Noch auf ihrem Totenbett versucht Golaud zu erfahren, ob sie Pelléas geliebt hat. Mélisande versteht den Sinn der Frage nicht, für sie gibt es keinen Unterschied zwischen gesellschaftlich erlaubter und verbotener Liebe. Sie stirbt, ohne Golaud eine Antwort zu geben.

Pelleas und Melisande ist ein Stück mit lyrischem Charakter, in dem Maeterlinck den Versuch der Überwindung des Absurden durch die Geduld der Liebe zeigt – der allerdings scheitert. Damit spiegelt Maeterlincks Drama zum einen die Weltanschauung am Ende des 19. Jahrhunderts wieder. Gleichzeitig wird aber auch die zeitlose Geschichte einer Liebe, die alle gesellschaftlichen Bindungen übersteigt, erzählt. Ohne eine Lösung vorzuschreiben, umreißt Maeterlinck die Probleme einer durch negative Wertevorstellungen bestimmten Welt.

17.12.2014

Stücke zu dieser Nachricht:
Pelleas und Melisande

Autoren zu dieser Nachricht:
Maeterlinck, Maurice