27.04.2018

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte

"Pelleas und Melisande" an der Volksbühne Berlin

© David Baltzer

 

Ab 14. Januar kann sich das Volksbühnen-Publikum auf eine spektakuläre Umsetzung von Maurice Maeterlincks Stück Pelleas und Melisande freuen. Das Stück, auf dessen Grundlage unter anderem Claude Debussy seine berühmte gleichnamige Oper komponiert hat, wird von David Marton mit dem ein oder anderen musikalischen Ausflug auf die Bühne gebracht.

Prinz Golaud soll aus Gründen der Staatsräson heiraten. Auf dem Weg zu der ihm bestimmten Braut verirrt er sich und trifft in einem abgeschiedenen Wald die wunderschöne Mélisande. Wer sie ist und woher sie stammt, weiß niemand. Eigenmächtig heiratet Golaud sie und bringt sie zum Hof des Großvaters zurück. Doch auf dem düsteren Schloss ist Mélisande fremd und fürchtet sich. Nur zu Golauds Bruder, Pelléas, fasst sie sofort Vertrauen. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung. Obwohl ihr Verhältnis völlig unschuldig ist, erregt es die Eifersucht Golauds, der misstrauisch seinen Sohn ausfragt und aus dessen kindlicher Beschreibung herausliest, dass er betrogen wird. Als Pelléas sich kurz vor einer Reise von Mélisande im Garten verabschieden will, erschlägt Golaud ihn. Vor Trauer stirbt auch Mélisande kurze Zeit später. Noch auf ihrem Totenbett versucht Golaud zu erfahren, ob sie Pelléas geliebt hat. Mélisande versteht den Sinn der Frage nicht, für sie gibt es keinen Unterschied zwischen gesellschaftlich erlaubter und verbotener Liebe. Sie stirbt, ohne Golaud eine Antwort zu geben.

Pelleas und Melisande ist ein Stück mit lyrischem Charakter, in dem Maeterlinck den Versuch der Überwindung des Absurden durch die Geduld der Liebe zeigt – der allerdings scheitert. Damit spiegelt Maeterlincks Drama zum einen die Weltanschauung am Ende des 19. Jahrhunderts wieder. Gleichzeitig wird aber auch die zeitlose Geschichte einer Liebe, die alle gesellschaftlichen Bindungen übersteigt, erzählt. Ohne eine Lösung vorzuschreiben, umreißt Maeterlinck die Probleme einer durch negative Wertevorstellungen bestimmten Welt.

17.12.2014

Stücke zu dieser Nachricht:
Pelleas und Melisande

Autoren zu dieser Nachricht:
Maeterlinck, Maurice