20.05.2018

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Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...

Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
Burt Bacharach wird am 12. Mai 90 Jahre alt. Er gehört bis heute zu den...

Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
Der Dreißigjährige Krieg geht dem Ende entgegen. Das Land ist zerstört. In...

Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
Das Deutsche Theater Göttingen zeigte am 6. April die deutschsprachige...

Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

UA: "Brigitte Bordeaux" von Sergej Gößner
Am 26. Mai ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück Brigitte...

ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
Am 26. Mai ist die österreichische Erstaufführung von Music Hall am Theater...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...


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Zweimal Fallada in Berlin und Hannover

Produktionsmotiv Kleiner Mann - was nun? am Maxim Gorki Theater Berlin, © Esra Rotthoff

 

Ab 15. Januar zeigt das Maxim Gorki Theater Berlin Hans Falladas weltberühmten Roman Kleiner Mann - was nun? - für die Bühne adaptiert und inszeniert von Hakan Savaş Mican. Der 1932 entstandene Roman verliert auch 2016 nicht an Aktualität. Fallada beschreibt die Verteidigung des eigenen kleinen persönlichen Glücks in Zeiten der Wirtschaftskrise. Es gilt sich täglich durchzusetzen in einer Welt, die durch Konkurrenzkampf, Leistungsdruck und die ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes bestimmt wird. Der Angestellte Pinneberg kann dabei auf seine sanfte und tapfere Frau vertrauen. Sein "Lämmchen" kämpft beherzt gegen eine unfriedliche Welt, Missgunst und wirtschaftliche Not und versucht, ihr zärtlich-idyllisches Glück zu bewahren. Doch es ist ein schwerer Kampf, auch einer um die eigene Würde, denn schon bald muss sich Pinneberg in das Millionenheer von Arbeitslosen einreihen.

Gleich ab dem nächsten Tag, dem 16. Januar, zeigt das Niedersächsische Staatstheater Hannover den Inflationsroman Wolf unter Wölfen von Hans Fallada in der Fassung und Regie von Sascha Hawemann. Massenarbeitslosigkeit und Lebensangst. Der Rausch des Geldes und der Liebe. Betrogene Hoffnungen und aussichtslose Träume. In Hans Falladas großem endzeitlichen Berlin-Roman herrscht die brutale Objektivität des Dollarkurses. Die Entwertung des Geldes schreitet voran, und die Beziehungen, Familien, Gemeinschaften verlieren an Wert, bis der Mensch in der absoluten Auflösung aller Koordinaten auf sich allein gestellt scheint: "Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist, der sterbe!"

20.12.2015

Autoren zu dieser Nachricht:
Fallada, Hans