20.09.3254

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Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Neu bei FBE: "American Hotel" von Sara Stridsberg

Foto: Robert Blombäck

 

Nichts zeugt mehr vom Aufstieg der Stadt, vom lebendigen Treiben und monströsen Vorwärtsstreben. Nichts erinnert mehr an die reinen, glatten Leinenflächen der frisch gemachten Betten im American Hotel, in dem Carters Mutter Sylvia arbeitete, bis sie viel zu jung stirbt. "Sylvia hat immer gesagt, der Tod würde früh kommen. Sie hat alle Kriege vorausgesehen. Sie sagte, es sei die Liebe, die den Menschen zerreißt. Sie sagte, zwei Türme würden in der Ferne brennen und Menschen vom Himmel fallen wie Asche und Amerikas Rache würde siebenfach sein und die großen Kriege in der Ferne, die dann folgten, würden enorme Menschenströme in Bewegung setzen, über die ganze Welt." Während der Tod nach Sylvia greift, greift ihre Tochter Carter zum Leben, lernt die Zwillingsbrüder Vladimir und Jack kennen. Carter tauscht die Dissertation ein gegen das Lieben, das Lieben gegen das Muttersein, das Muttersein gegen den Alkohol. Jetzt sitzt sie fest in diesem verlassenen Wolkenkratzer, in dem Vlad sie darum bittet, ihn aus Liebe endlich zu erschießen. "Verlass mich nicht, Carter. Töte mich, Carter."

Wie stellt man sich dem Leben, wenn alles zum Teufel geht? Sara Stridsberg knüpft in American Hotel ein dichtes Geflecht von Szenen und Motiven von durchdringender, morbider Magie, hart und rasant geschnitten. Untrennbar verbunden mit Carters Leben und dem inneren Zerfall der Protagonisten, ist der Niedergang der Stadt Detroit. Abgründe, Fallhöhen und eine Natur, die nicht mit ihrer Gewalt geizt, stellen sich dem Bestreben sich aus der eigenen existenziellen Nichtigkeit zu befreien entgegen.

22.12.2016

Stücke zu dieser Nachricht:
American Hotel

Autoren zu dieser Nachricht:
Stridsberg, Sara