24.11.2212

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"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

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Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

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"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
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Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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UA: "Der letzte Europäer" von Martina Clavadetscher am Theater Neumarkt in Zürich

Plakatmotiv © Pascal Möhlmann

 

Die Schweizer Autorin Martina Clavadetscher hat für das Theater Neumarkt in Zürich ein Auftragswerk geschrieben. Entstanden ist ihr neues Stück Der letzte Europäer, das am 25. Februar unter der Regie von Katharina Cromme uraufgeführt wird.

Frau Angst hat ihren Kontinent fest im Griff. Die Muttermaschinen laufen wie geschmiert, alles wie immer. Draußen tobt ein unsichtbarer Krieg und hier bewegt sich niemand. Die Muttermaschine füttert den letzten Europäer täglich mit den ewig gleichen Trugbildern und er hält eisern an den Routinen fest. Nur eine Hündin fühlt sich gelangweilt. Sie wünscht sich Chaos und Dreck zurück. Die Hündin fordert die Angst zu einer Wette heraus.

Martina Clavadetscher verhandelt in ihrem neuen Stück Der letzte Europäer die naheliegende Vorstellung, das gute alte Europa könnte bald schon Vergangenheit sein. In einer von Angst und Mythen gelenkten Phase der Weltgeschichte gedeiht keine große Idee mehr. Man scheint sich einig: Jede Aufregung soll folgenlos bleiben, jede Handlung korrekt geplant und kontrolliert. Die tatsächliche Selbstbestimmung hat längst dem Sicherheitswahn Platz gemacht. Was bleibt, ist der passive Widerstand.

23.01.2017

Autoren zu dieser Nachricht:
Clavadetscher, Martina