14.12.2017

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"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

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"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
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"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
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Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
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DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
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Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...


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Neu bei FBE: "Leichenschmaus" von Alejandro Leiva Wenger

Foto: Sofia Runarsdotter

 

Minna berichtet Jon vom tragischen Tod ihres Sohnes Sackarias. Sie möchte unbedingt, dass Jon zur Trauerfeier kommt, denn er war doch Sackarias' engster Freund, damals, in der Schule. Es gibt nur ein Problem: Jon kennt Sackarias nicht. Aber das verschweigt er. Er sagt zu. Und beginnt, in seinen Erinnerungen nach Sackarias zu graben. Sackarias’ Schwester Lethe hat dagegen sehr klare Bilder von der gemeinsamen Zeit mit ihrem geliebten Bruder. Aber: Dieses eine traumatische Erlebnis, das Lethes Leben bis heute prägt, hat so angeblich nie stattgefunden. Bei der Trauerfeier spitzt sich das Verwirrspiel zu. Im kleinen familiären Kreis wird die Rekonstruktion der Vergangenheit zum tragikomischen Kampf um Wahrheit, Liebe und einstmalige Gewissheiten. Und mittendrin sitzt Jon, der sich mehr und mehr einfühlt in die Rolle des vermeintlich besten Freundes des Verstorbenen.

Können wir unseren Erinnerungen vertrauen? Beim Leichenschmaus des Verstorbenen erinnern die Figuren aneinander vorbei. Momente einer mutmaßlich gemeinsamen Vergangenheit blitzen gespenstergleich auf und verflüchtigen sich bei näherem Hinsehen. Dabei suchen sie im Erinnern nach nichts geringerem als einem übergreifenden Sinn, nach Schicksal und Identität. Was hat Bestand, wenn wir uns der Bilder unserer Vergangenheit nicht sicher sein können?

Leichenschmaus
(Minnesstund)
Deutsch von Jana Hallberg
3D, 3H
frei zur DSE

03.04.2017

Stücke zu dieser Nachricht:
Leichenschmaus

Autoren zu dieser Nachricht:
Leiva Wenger, Alejandro