11.12.2017

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Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

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Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
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UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
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"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
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"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
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"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
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DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...


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Carole Fréchette: neues Stück und österreichische Erstaufführung "Die sieben Tage des Simon Labrosse"

Carole Fréchette
(Foto: Rolline Raport)

 

Die sieben Tage des Simon Labrosse, das erfolgreiche Theaterstück der kanadischen Autorin Carole Fréchette, ist nach fünf Inszenierungen in der vergangenen Saison ab dem 25. September in österreichischer Erstaufführung am Theater Drachengasse in Wien zu sehen (Regie: Katrin Schurich): Simon Labrosse ist arbeitslos. Für ihn kein Grund zur Hoffnungslosigkeit. Denn Simon Labrosse hat etliche originelle Ideen, um sich wieder ins aktive Leben einzugliedern, ob als professioneller Gefühlsstuntman, Sorgenträger oder Egoschmeichler. Sieben Tage im Leben eines Menschen, der bis zuletzt an sich glaubt, sieben tragikomische Versuche im Wettlauf mit der Realität.

Mit Yann und Beatrix ist nun ein weiteres Theaterstück der Autorin übersetzt, ein feines psychologisches Kammerspiel über die Liebe, die der eine nicht kennen will und wonach der andere sich sehnt:

In ihrer Wohnung im 33. Stock eines Hochhauses sitzt Beatrix und hofft auf einen Mann, der sie von ihrer Einsamkeit befreit. Noch nie hat sie jemanden geliebt, weder Mutter noch Vater, weder Katze noch ihre vierzehn Liebhaber. In der ganzen Stadt hat sie einen Aushang plakatiert, der demjenigen eine hohe Belohnung verspricht, der imstande wäre, sie zu interessieren, zu rühren und zu verführen. In dieser Reihenfolge. Yann, ein professioneller Prämienjäger, ist bereit, die drei Aufgaben zu lösen, trotz des kaputten Fahrstuhls im Treppenhaus, trotz der seltsamen Spielegeln, die Beatrix aufstellt, und trotz der schlagartigen Müdigkeit, die sie immer wieder überfällt. Schließlich winkt eine stattliche Rolle Zwanziger als Gewinn, eigentlich das Einzige, was ihn im Leben interessiert. Was Liebe ist, weiß er nicht.

Die Prüfung beginnt und entwickelt sich durch die Geschicklichkeit des einen und die abwehrende Haltung des anderen zu einem Kampf zwischen Anziehung und Abneigung, Faszination und Verführung, Liebe und Hass. Und inmitten dieses unwirklichen Glücksspiels entsteht fast unmerklich etwas Wahres, Zartes, Echtes, das vielleicht ihre Angst vor der Liebe überwinden kann. Fast wie im Märchen.

Yann und Beatrix ist noch frei zur deutschsprachigen Erstaufführung. Ansichtsexemplare senden wir Ihnen gern zu; alternativ steht das Stück für registrierte Nutzer als PDF-Dokument in unserem Downloadbereich zur Verfügung.

05.09.2006

Stücke zu dieser Nachricht:
Die sieben Tage des Simon Labrosse

Autoren zu dieser Nachricht:
Fréchette, Carole