16.09.2014

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DSE: "Trennung für Feiglinge" von Clément Michel in Hannover
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"Therese Raquin" am Theater SCALA in Wien
Am Stadttheater Mödling wurde Therese Raquin von Paris Kosmidis nach dem...

"nachtgeschwister" in Altenburg und Gera
Auf dem Wühltisch einer Buchhandlung findet die Protagonistin ein angegilbtes...

UA: "Die letzte Soirée" am Wolfgang Borchert Theater Münster
"An Alfred Flechtheim schieden sich die Geister. Die einen hielten ihn für...

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DSE: "Malala - Mädchen mit Buch" am Jungen Schauspielhaus Hamburg
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Zum Wiederentdecken: "Silk Stockings (Ninotschka)" von Cole Porter
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Hans Fallada - eine Wiederentdeckung (4)

Hans Fallada
(Foto: Hans-Fallada-Archiv)

 

Lesen Sie auch:
1. Einleitung
2. Retrospektive
3. Die Anfänge und erste Erfolge

Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers zog sich Hans Fallada weitgehend aus dem öffentlichen Leben auf sein Landgut in Feldberg (Mecklenburg) zurück. Hier entstanden u. a. "Wir hatten mal ein Kind" (1934), "Das Märchen vom Stadtschreiber, der einmal aufs Land flog" (1935), die Kurzgeschichten für Kinder "Hoppelpoppel, wo bist du?" (1936). Mit seinem "Wolfroman" gelang ihm 1937 wieder ein echter "Fallada"; "Wolf unter Wölfen" ist eine große epische Chronik der Inflationszeit, in der sich alles aufzulösen schien in Rausch, Gier und Glückssuche. Für die unverwechselbaren Schicksale und Gestalten stand die ganze deutsche Gesellschaft Modell – ostelbischer Landadel, Berliner Kleinbürger, Offiziere, Spekulanten, Prostituierte, Spieler, Süchtige, Schieber. Die offene Kritik an der Remilitarisierung Deutschlands, so historisch sie auch angelegt ist, musste am Verriss der Nationalsozialisten scheitern – Fallada wurde zeitweise zum "unerwünschten" Autor erklärt.

1937/38 schrieb Fallada auf Anregung des Filmschauspielers Ernst Jannings den Roman "Der eiserne Gustav", die Geschichte des Droschkenfahrers Gustav Hackendahl, die äußerst plastisch die Verhältnisse der kleinen Leute in der Zeit zwischen dem wilhelminischen Kaiserreich und dem Zerfall der Weimarer Republik schildert. Der Roman, der gleichzeitig als Drehbuchvorlage für einen "repräsentativen deutschen Film" dienen sollte, musste auf Geheiß Goebbels systemkonform umgeschrieben werden; das Filmprojekt scheiterte letztlich an Falladas Namen. Nach dieser demütigenden Erfahrung beschränkte Fallada seine Veröffentlichungen auf politisch unverfängliche Themen – in den nächsten Jahren entstanden u. a. "Geschichten aus der Murkelei" (1939), "Ein Mann will hinauf" (1941), die Erinnerungsbücher "Damals bei uns daheim" (1942) und "Heute bei uns zu Haus" (1943).

Lesen Sie weiter in unserer Artikelserie:

5. Krisen und Abgründe: Der Trinker und Jeder stirbt für sich allein

10.10.2006

Autoren zu dieser Nachricht:
Fallada, Hans