10.09.2010

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Amüsement auf dem Prüfstein: "La Périchole" an der Komischen Oper Berlin

Foto: Iko Freese/drama.berlin.de

 

Am 6. Juni feierte La Périchole von Jacques Offenbach unter der Regie von Nicolas Stemann und unter der musikalischen Leitung von Markus Poschner Premiere an der Komischen Oper Berlin. Die "dosierte Ironie" der Musik wird von dieser Inszenierung "stets volle Pulle aufgedreht" (Berliner Zeitung). Stemann beleuchtet die Operette jedoch vor dem Hintergrund ihrer zeitlichen Entstehung und sorgt so dafür, dass das "traditionelle Motiv eines narrativ-linearen Amüsements überwölbt wird von der dialektischen Durchdringung des Stoffes". "Wer genauer hinsieht und ein Herz für dramaturgische Logik hat [...], der wird diesen Abend begeistert mitdenken und -erleben." (Frankfurter Rundschau)

Markus Poschners Dirigat ist "süffig" und "schwungvoll" (Der Tagesspiegel) und trifft den "Tonfall der durchtriebenen Tragikomik wunderbar pointiert" (Frankfurter Rundschau), so dass Chor und Orchester ein "spritzig exakter, aber nie preußisch exerzierender Offenbach" gelingt - "der beste in Berlin seit vielen Jahren". (Die Welt)

"Fußend auf einer Neuübersetzung von Bernd Wilms [hat das Team] eine so intelligente wie unterhaltsame Umsetzung von Offenbachs Straßensänger-Ballade «La Périchole» zustande gebracht, die die verhältnismäßig banale Story für ein heutiges Publikum aufbereitet wie auch das Genre Opéra-bouffe selbst thematisiert." ("kultiversum"-Frühkritik)
Fazit: "Die Inszenierung ist grandios!" (Berliner Morgenpost)

Weitere Vorstellungen an der Komischen Oper Berlin: 02.07., 04.07. und 18.07.2010 sowie
19.05., 22.05., 28.05., 05.06. und 27.06.2011

28.06.2010

Stücke zu dieser Nachricht:
La Périchole

Autoren zu dieser Nachricht:
Offenbach, Jacques