25.11.2014

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Zum Wiederentdecken: "Orchesterprobe, Traviata, III. Akt" von Jean-François Sivadier
Orchesterprobe, Traviata, III. Akt ist ein urkomisches Schauspiel im...

DSE: "Hannahs Dämon" von Antoine Rault am Schauspiel Chemnitz
Am Freitag, dem 21. November 2014, findet am Schauspiel Chemnitz die...

Neu bei DESCH: "Eine Stunde Ruhe" von Florian Zeller
Florian Zeller ist mit Eine Stunde Ruhe ein witziges und vor allem...

Neu bei FBE: "Zersplittert" von Alexandra Badea
Am 20. November wird Zersplittert von Alexandra Badea als Hörspiel anlässlich...

Neu bei FBE: "Endlich Eiszeit" von Volker Schmidt
"Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den...

Neu bei FBE "Mordbrenner" von Johannes Hoffmann
Am Morgen des 4. September 1913 tötet der Hauptlehrer Ernst August Wagner...

Gerhart Hauptmann in Bochum und Düsseldorf
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Neu bei FBE: "Wer ist Walter" von Ariane Koch
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Esther Beckers Stücke bestechen durch Klarheit, knappe, auf den Punkt...

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Am 16. Oktober haben Paul Graham Brown, Anthony McCarten und das Junges...

"Tom Sawyer und Huckleberry Finn" in Göttingen und Basel
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Premiere und Rückblick: Mike Kennys Stücke am Moks Bremen und tjg Dresden
Am 22. November feiert Nachtgeknister am Jungen Theater Bremen Premiere. In...


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Zum Wiederentdecken: "Orchesterprobe, Traviata, III. Akt" von Jean-François Sivadier

 

Orchesterprobe, Traviata, III. Akt ist ein urkomisches Schauspiel im Orchestergraben. Im Fokus: Der alltägliche (Wahn-)Sinn am Theater und der harte Weg zur großen Kunst. Ein Spektakel, geschrieben vom französischen Autor Jean-François Sivadier, das in Frankreich bereits Kultstatus erreicht und es in jedem Fall verdient hat, auch für Deutschland (wieder)entdeckt zu werden.

Eigentlich ist Oper ganz einfach, es steht ja alles in den Noten. Der Rest ist Ansichtssache, und Ansichten gibt es meist so viele wie Leute an einer Opernaufführung beteiligt sind – und das sind nicht wenige. Nachdem das Publikum als Orchester im Graben Platz genommen hat, erlebt es die Höhen und Tiefen einer Orchesterprobe, Traviata, III. Akt und lernt mit Diva, Dirigent, Regisseur und jungem Mezzosopran mitzufühlen. Da gilt es, harte Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Oper ist das Medium des Überflusses und des Irrationalen, das prägt die Menschen, die Oper machen. Wer sich täglich in einer Welt bewegt, in der ein ständiger Überfluss extremer Gefühle den Sieg über die Logik davon getragen hat, der kann schon mal sehr emotional werden. Vor allem wenn er das Monopol auf hohe Töne hat. Was aber wäre die Oper ohne all das? Ohne die anbetungswürdigen Diven, die besessenen Dirigenten und Regisseure, die Träume vom hohen C und der großen Karriere? Ohne die Töne, die mühelos jede Logik aushebeln? Eine längst untergegangene Kunst.



Stücke zu dieser Nachricht:
Orchesterprobe, Traviata, III. Akt

Autoren zu dieser Nachricht:
Sivadier, Jean-François