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Die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau Ada denkt Unerhörtes...

Neu: "Desperado" von Ton Kas und Willem de Wolf
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UA: "Was man von hier aus sehen kann" an den Hamburger Kammerspielen
Am 5. September ist die Uraufführung von Mariana Lekys Was man von hier aus...

DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Sally Potter hat das Drehbuch ihres kammerspielartigen Films The Party selbst...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir freuen uns, dass die Stücke unserer Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason,...

Rückblick: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Am 9. August war die Uraufführung von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks...

Neu bei FBE: "Drachenherz" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze,...

Neu: "Bambi" von Oliver Schmaering
Die Wiese wird niemals betreten. Sie ist die Zone der Gefahr. Die Stadttiere...

Hörspiel: "Baader Panik" von Oliver Kluck
In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

UA: "Die überraschend seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe" am Jungen Staatstheater Karlsruhe
Am Jungen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Otto A. Thoß die Uraufführung...

DSE: "Die Reißleine" am Volkstheater Wien
Am 27.9. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die Reißleine am...

DE: "Ein Amerikaner in Paris" am Theater Kiel
Am 28. September ist am Theater Kiel die deutsche Erstaufführung von...

Aktuell: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
Gleich zweimal ist Klaus Chattens Monolog Unser Dorf soll schöner werden in...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Ingeborg

Eine Komödie in drei Akten
2D, 3H, 1 Laubfrosch
UA: 08.10.1921, Theater am Kurfürstendamm Berlin

Die schwärmerische Ingeborg wird mit einem Male aus ihrer wohl behüteten Balance gebracht, als auf dem Gut ihres Gatten ihr geheimnisvoller Jugendschwarm auftaucht. Sie fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den beiden Männern, die sich dummerweise auch noch gegenseitig in herzlicher Freundschaft zugetan sind. Nach einigen Verwicklungen muss die junge Frau feststellen, dass sie die Herren, jeden für sich und jeden gleichermaßen, liebt. Wie ist mit so einer Situation umzugehen? Die trinkfeste Tante Ottilie weiß Rat: "Die Frau bleibt bei dem Mann, den sie liebhat, und mit dem anderen hat sie eine Liaison." Entrüstet weisen die anderen jenes unmoralische Angebot weit von sich. Wie der Jonglierungsversuch mit der Ehe nun tagsächlich ausgeht, bleibt der Phantasie des Zuschauers überlassen. Als sich die gnädige Frau zum Ende des Stücks noch mal zu einem Spaziergang aufmacht, weiß nicht einmal Herr Konjunktiv (!), der Diener des Hauses, Eindeutiges zu berichten.

Ingeborg zählt zu den bekanntesten Stücken von Curt Goetz. Das 1921 uraufgeführte Werk ist im Grunde sein erster abendfüllender (erklärter) Theatertext (wenn man mal vom Der Lampenschirm absieht, der ja kein Stück in 3 Akten ist).

Als Drama mit vielen Zwischentönen und genauer Psychologie wirkt es wiederum wie eine Hommage an Ibsen, dessen Nora im "Puppenheim" einen ähnlichen Konflikt zu bewältigen hat wie die Ingeborg. Und nicht umsonst schließt der Abend mit den Klängen von Griegs "Morgenstimmung" aus dem "Peer Gynt". Dass bei aller Ernsthaftigkeit die Komik nicht zu kurz kommt, dafür sorgt allein schon die virile Ottilie, die launig immer eine Lebensweisheit parat hält und mit Herz und Schnauze die in Liebeshändel verstrickte Gesellschaft auf Trab hält.


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