18.10.2017

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Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

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Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Cole PorterPorter, Cole

Cole Porter, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showgeschäfts und neben Irving Berlin ungekrönter Herrscher des Broadway, wurde am 9. Juni 1891 in Peru, im amerikanischen Bundesstaat Indiana als Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Enkel eines ebenso begüterten Kohlemagnaten geboren. Als Erbe eines Millionenvermögens musste er zunächst Jura studieren, ehe er seiner Liebe zur Musik nachgab und ein entsprechendes Studium in Harvard aufnahm. Vom "Hobby" eines reichen Müßiggängers konnte dabei keine Rede sein. Porter erwies sich in jeder Beziehung als Profi.

Ehe er seine eigentliche Karriere begann, nahm er als Mitglied der französischen Fremdenlegion am 1. Weltkrieg teil. 1919 heiratete er die ebenfalls äußerst reiche Amerikanerin Linda Lee Thomas. Nach anfänglichen Misserfolgen eroberte er 1928 mit dem Musical "Paris" den Broadway. Es folgten die Musical-Erfolge Anything Goes (1934), "Jubilee" (mit dem Hit "Begin the beguine", 1935), "Around the World in Eighty Days" (1946), Kiss me, Kate (1948), Can-Can (1953) und Silk Stockings (Ninotschka) (1955). Viele davon wurden in ihrer Verfilmung geradezu legendär, Can-Can mit Maurice Chevalier, High Society mit Bing Crosby. Silk Stockings verhalf der jungen Hildegard Knef zu ihrem Durchbruch in Amerika.

Mehr als 500 Songs bezeugen über die Vielzahl der Musicals, Shows und Filme hinausgehend die künstlerische Vielseitigkeit und herausragende Produktivität Cole Porters. Nach einem Reitunfall und einer später erforderlichen Beinamputation zog sich der bis dahin immer im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehende Komponist aus der Öffentlichkeit zurück. Am 15. Oktober 1964 starb er an den Folgen einer Nierenentzündung.


Weitere Informationen zu Cole Porter

 

Can-Can

Musical
Buch von Abe Burrows
Musik und Gesangstexte von Cole Porter
Ins Deutsche übertragen von Paul Baudisch
Deutsche Gesangstexte von Robert Gilbert
(Text der Nummer 33 von Kurt Feltz)
5D, 9H, Nebendarsteller (Mehrfachbesetzungen möglich), Chor, Ballett
Orchesterbesetzung: Reed I (Fl, Picc, Klar), Reed II (Ob, E.H), Reed III (Klar, B.Klar, A.Sax), Reed IV (Fl, Klar), Reed V (Klar, Fg), Horn I, II, III, Tr I, II, Pos, Schl., Git, Kl (Cel), Vl I, II, Va, Vc, Kb[Tb]
UA: 07.05.1953, Shubert Theatre New York
DSE: 07.02.1959, Stadttheater Basel

Ein neuer Tanz sorgt bei den – zumindest nach außen hin – sittenstrengen Pariser Bürgern im Jahr 1893 für Aufregung: der Can-Can. Im "Bal du Paradis" wurden junge Wäscherinnen verhaftet, die damit angeblich die Moral und den Charakter der Zuschauer verderben. Aristide Forestier, der zum ersten Mal als Richter tätig ist, will sich, möglichst unvoreingenommen, an Ort und Stelle von den Verfehlungen überzeugen. Dabei gerät er prompt in die Fänge von Pistache, der Besitzerin des umstrittenen Etablissements.

Als die Mädchen auch an diesem Abend den Can-Can tanzen, dient dies als Grund für den Lizenzentzug für Pistache. Doch die wird in jedem Fall ihr Lokal für den großen und berüchtigten Künstlerball wieder öffnen. Am Abend selbst kann Forestier sie auch durch einen langen Kuss von diesem Vorhaben nicht abbringen, was – schlecht für ihn – in einem Foto festgehalten wird. Forestier hat längst bemerkt, dass er Pistache liebt, die ihm seine Gefühle jedoch nicht glaubt. Allerdings tut es ihr leid, ihm durch ihre Sache geschadet zu haben, weil das besagte Foto durch alle Zeitungen wandert und zu seiner Suspendierung führt. Darum macht sie ihm das Angebot, mit ihr einen Waschsalon zu eröffnen, in dem abends der frivole Tanz von ihren Wäscherinnen aufgeführt wird. Forestier steigt ein, in der Absicht nach kurzer Zeit Selbstanzeige zu erstatten und durch einen Prozess rehabilitiert zu werden. Die Geschäfte gehen hervorragend, Forestier will Pistache nicht schaden und gibt seine Anteile zurück. Jetzt hat sich jedoch Pistache zur Selbstanzeige entschlossen und schafft das Unmögliche: Vor Gericht werden ihre Mädchen und der Tanz freigesprochen.

Can-Can ist Cole Porters Liebeserklärung an Paris. Der Komponist, der selbst einen großen Teil seines Lebens in der Stadt an der Seine verbracht hat, schuf für dieses Musical weltberühmte Songs, wie "C’est Magnifique", "Ganz Paris träumt von der Liebe" und natürlich "Can-Can".

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