22.08.2018

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


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Bild von Cole PorterPorter, Cole

Cole Porter, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showgeschäfts und neben Irving Berlin ungekrönter Herrscher des Broadway, wurde am 9. Juni 1891 in Peru, im amerikanischen Bundesstaat Indiana als Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Enkel eines ebenso begüterten Kohlemagnaten geboren. Als Erbe eines Millionenvermögens musste er zunächst Jura studieren, ehe er seiner Liebe zur Musik nachgab und ein entsprechendes Studium in Harvard aufnahm. Vom "Hobby" eines reichen Müßiggängers konnte dabei keine Rede sein. Porter erwies sich in jeder Beziehung als Profi.

Ehe er seine eigentliche Karriere begann, nahm er als Mitglied der französischen Fremdenlegion am 1. Weltkrieg teil. 1919 heiratete er die ebenfalls äußerst reiche Amerikanerin Linda Lee Thomas. Nach anfänglichen Misserfolgen eroberte er 1928 mit dem Musical "Paris" den Broadway. Es folgten die Musical-Erfolge Anything Goes (1934), "Jubilee" (mit dem Hit "Begin the beguine", 1935), "Around the World in Eighty Days" (1946), Kiss me, Kate (1948), Can-Can (1953) und Silk Stockings (Ninotschka) (1955). Viele davon wurden in ihrer Verfilmung geradezu legendär, Can-Can mit Maurice Chevalier, High Society mit Bing Crosby. Silk Stockings verhalf der jungen Hildegard Knef zu ihrem Durchbruch in Amerika.

Mehr als 500 Songs bezeugen über die Vielzahl der Musicals, Shows und Filme hinausgehend die künstlerische Vielseitigkeit und herausragende Produktivität Cole Porters. Nach einem Reitunfall und einer später erforderlichen Beinamputation zog sich der bis dahin immer im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehende Komponist aus der Öffentlichkeit zurück. Am 15. Oktober 1964 starb er an den Folgen einer Nierenentzündung.


Weitere Informationen zu Cole Porter

 

Can-Can

Musical
Buch von Abe Burrows
Musik und Gesangstexte von Cole Porter
Ins Deutsche übertragen von Paul Baudisch
Deutsche Gesangstexte von Robert Gilbert
(Text der Nummer 33 von Kurt Feltz)
5D, 9H, Nebendarsteller (Mehrfachbesetzungen möglich), Chor, Ballett
Orchesterbesetzung: Reed I (Fl, Picc, Klar), Reed II (Ob, E.H), Reed III (Klar, B.Klar, A.Sax), Reed IV (Fl, Klar), Reed V (Klar, Fg), Horn I, II, III, Tr I, II, Pos, Schl., Git, Kl (Cel), Vl I, II, Va, Vc, Kb[Tb]
UA: 07.05.1953, Shubert Theatre New York
DSE: 07.02.1959, Stadttheater Basel

Ein neuer Tanz sorgt bei den – zumindest nach außen hin – sittenstrengen Pariser Bürgern im Jahr 1893 für Aufregung: der Can-Can. Im "Bal du Paradis" wurden junge Wäscherinnen verhaftet, die damit angeblich die Moral und den Charakter der Zuschauer verderben. Aristide Forestier, der zum ersten Mal als Richter tätig ist, will sich, möglichst unvoreingenommen, an Ort und Stelle von den Verfehlungen überzeugen. Dabei gerät er prompt in die Fänge von Pistache, der Besitzerin des umstrittenen Etablissements.

Als die Mädchen auch an diesem Abend den Can-Can tanzen, dient dies als Grund für den Lizenzentzug für Pistache. Doch die wird in jedem Fall ihr Lokal für den großen und berüchtigten Künstlerball wieder öffnen. Am Abend selbst kann Forestier sie auch durch einen langen Kuss von diesem Vorhaben nicht abbringen, was – schlecht für ihn – in einem Foto festgehalten wird. Forestier hat längst bemerkt, dass er Pistache liebt, die ihm seine Gefühle jedoch nicht glaubt. Allerdings tut es ihr leid, ihm durch ihre Sache geschadet zu haben, weil das besagte Foto durch alle Zeitungen wandert und zu seiner Suspendierung führt. Darum macht sie ihm das Angebot, mit ihr einen Waschsalon zu eröffnen, in dem abends der frivole Tanz von ihren Wäscherinnen aufgeführt wird. Forestier steigt ein, in der Absicht nach kurzer Zeit Selbstanzeige zu erstatten und durch einen Prozess rehabilitiert zu werden. Die Geschäfte gehen hervorragend, Forestier will Pistache nicht schaden und gibt seine Anteile zurück. Jetzt hat sich jedoch Pistache zur Selbstanzeige entschlossen und schafft das Unmögliche: Vor Gericht werden ihre Mädchen und der Tanz freigesprochen.

Can-Can ist Cole Porters Liebeserklärung an Paris. Der Komponist, der selbst einen großen Teil seines Lebens in der Stadt an der Seine verbracht hat, schuf für dieses Musical weltberühmte Songs, wie "C’est Magnifique", "Ganz Paris träumt von der Liebe" und natürlich "Can-Can".

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