18.01.2018

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Am 19. Januar bringt die Neue Bühne Senftenberg Emma Broströms Stück Das...

Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
Bach. Das Leben eines Musikers. ist eine szenische Biographie und ein...

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Evan Placeys vielfach ausgezeichnetes Coming-of-Age-Stück Mädchen wie die...

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In Damaskus lebt der kleine Nunu. Sein bester Freund ist ein kleiner Vogel....

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Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

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Premiere: "Schöne neue Welt" am Altonaer Theater
Robert Koalls Bühnenfassung von Schöne neue Welt nach dem Roman von Aldous...

Aktuelles: "Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer am Maxim Gorki Theater, Berlin
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Am 23.11.2017 hatte Alice von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater...


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Offenbach, Jacques

Jacques Offenbach, 1819 in Köln geboren, Cello-Schüler am Pariser Konservatorium, Orchestermusiker an der Opéra Comique, Kapellmeister am Théâtre Français, hat seine Pariser Theaterkarriere als erfolgreicher Theaterleiter und Komponist gekrönt. Mit seinen die "große Welt" und die "ewigen Werte" des zweiten französischen Kaiserreichs frech karikierenden Opéras-bouffes hat er eine Gattung begründet, die überall in Europa Anhänger und Nachahmer fand. Grundlage von Offenbachs Erfolge waren neben seinen mitreissenden, tänzerisch wirbelnden Melodien sicherlich auch sein Gespür für das Burlesk-Komische, für pikante Situationen und zeitgenössische Satire.

Orpheus in der Unterwelt (1858), Offenbachs erstes größeres Werk, offenbart dem Pariser Publikum, dass es in der Antike auch nicht viel anders zugegangen ist, als in der Gegenwart und beleuchtet den Bildungsstoff von einer durchweg heiter-amourösen Seite. Das Pariser Leben (1866) entwickelt ein Thema, das die Operettenwelt noch lange beschäftigen wird: Provinzler in der Metropole, ein unerschöpfliches Heiterkeitsmotiv mit Ewigkeitsanspruch. La Périchole (1868) und "Die Großherzogin von Gerolstein" (1868) parodieren einmal mehr die große Politik auf der kleinen Bühne der seit 1855 bestehenden Offenbach-Bühne "Bouffes-Parisiennes".

Ganz zum Schluss seiner Karriere konnte es selbst ein Jacques Offenbach nicht lassen und wandte sich der Oper zu. Das unvollendet hinterlassene Werk Hoffmanns Erzählungen resümiert ein Offenbachsches Thema, das auch in seinen Operetten zu verfolgen ist, die Entfremdung des modernen Menschen in einer dem Schein verfallenen Welt.

 

La Périchole

Opéra Bouffe in drei Akten (vier Bildern)
Buch von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Musik von Jacques Offenbach
Deutsch von Bernd Wilms
5D, 8H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob, Klar I, II, Fg, Hr I, II, Trp I, II, Pos, Pk, Schl, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 06.10.1868, Théâtre des Variétés Paris

Lima im 18. Jahrhundert. Der Vizekönig Don Andrès mischt sich unter das Volk, um dessen Meinung zu erfahren. Périchole und Piquillo, zwei Straßensänger, haben einen schlechten Tag gehabt. Piquillo will versuchen, noch etwas zu verdienen, während Périchole todmüde einschläft. Als sie der Vizekönig entdeckt, verliebt er sich in das Mädchen und beschließt, sie als "Ehrendame" in seinem Palast anzustellen. Périchole hat nichts dagegen – besser im Palast als auf der Straße – und schreibt Piquillo einen Abschiedsbrief.

Doch leider gibt es ein anderes Problem: Unverheiratete Damen dürfen nicht im Palast leben, verheiratete nur in Gegenwart ihrer Ehemänner. Um ans Ziel seiner Begierden zu gelangen, muss Don Andrès einen Mann für Périchole finden. Ein Kammerherr glaubt, in dem durch die Stadt streifenden betrunkenen Piquillo einen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. Als Périchole ihren Geliebten erkennt, ist auch sie mit der Heirat einverstanden. Piquillo aber ist so betrunken, dass er Périchole gar nicht erkennt und eine ihm völlig Unbekannte heiratet.

Am nächsten Tag ist der Hof über des Vizekönigs Liebeswahl entrüstet. Piquillo wird verspottet und fällt aus allen Wolken, als er bei der offiziellen Vorstellung seine Frau Périchole erkennt. Da er sich von seiner Freundin hintergangen fühlt, randaliert er und wird ins Gefängnis geworfen. Dort erklärt ihm Périchole die Situation und versucht, ihn mit Hilfe des Gefängniswärters zu befreien. Leider entpuppt sich dieser als der eifersüchtige Don Andrès und nun sollen beide Gatten im Kerker schmachten. Dennoch gelingt ihnen die Täuschung des Vizekönigs und die Flucht aus dem Gefängnis. Die Entflohenen kehren aber freiwillig zurück und unterwerfen sich dem Urteil des Vizekönigs, der indessen auf Périchole verzichtet und das glückliche Paar in Frieden ziehen lässt.

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