23.11.7488

Aktuelle Nachrichten

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Denger, Fred

Zur originellen Biografie des am 12. Juni 1920 in Darmstadt geborenen Alfred Denger gehören so außergewöhnliche Berufe wie Raubtierpfleger, Bänkelsänger und Zirkusreiter. Er war aber vor allem ein bekannter Berliner Schriftsteller mit nicht nur schreibender Beziehung zum Theater. So leitete er beispielsweise 1981 das Inseltheater in Bayreuth.

Fred Denger schaffte es sogar mit einer durchaus zweifelhaften Leistung bis ins Guinness-Buch der Rekorde: Er war zwölf Mal verheiratet. Sein Freund Tom Buchwald bezeichnete ihn einmal als exzentrischen Drehbuchautor, der sich gern in maßgeschneiderten Mönchskutten kleidete. Neben mehr als zwei Dutzend Drehbüchern zu Publikumsrennern wie Karl May- und Edgar Wallace-Filmen schrieb er auch den Theater-Klassiker Langusten (berühmt geworden mit Tilla Durieux) und ebenso erfolgreiche Bücher (z.B. "Der große Boss").

Fred Denger starb am 30. Oktober 1983 in Hohegeiß im Harz.

 

Langusten

Ein Schauspiel für eine Person in drei Akten
1D

Der Alltag von Marie Bornemann (Putzfrau) ist wahrlich kein leichtes Leben. Tagtäglich, immer, irgendwie lebenslänglich, stets auf den Knien, eine Art Dauerwallfahrt. Ihr 60. Geburtstag - große Erwartungen, Hoffnung auf ein wenig Ausbruch aus ihrer Vereinsamung. Völlig unerwartet erlaubt ihr der Ladeninhaber (für den sie schon ihr ganzes Leben lang putzt) an ihrem Ehrentag, sich in der Auslage etwas auszusuchen - sie wählt eine Languste. Für sie der Inbegriff der feineren Genüsse, die sie im Leben versäumt hat.

Das wird ein Festessen, und endlich hat sie mal wieder - wenn auch nur für ein paar Stunden - Gesprächsgefährten: Eine Arbeitskollegin, eine Rentnerin aus dem Altersheim und Emil, auf den sie sich besonders freut. Bald sollen die Gäste eintreffen - jetzt soll gefeiert werden... doch Marie gelangt zu einer späten Einsicht.