24.11.5311

Aktuelle Nachrichten

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am 26. November ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Leo FallFall, Leo

wurde als Sohn eines Militärkapellmeisters am 2. Februar 1873 im mährischen Olmütz geboren, lernte als Fünfjähriger Geige spielen und studierte im Alter von 14 Jahren bei Robert und Johann Nepomuk Fuchs am Wiener Konservatorium. Mit Franz Lehár saß er als Geiger im Militärorchester von dessen Vater. Von 1893 bis 1906 war er als Kapellmeister in Berlin und Hamburg tätig, danach kehrte er nach Wien zurück.

1905 veröffentlichte er seine erste Operette "Der Rebell", die in der umgearbeiteten Fassung unter dem Titel Der liebe Augustin (1912) erfolgreich war. Berühmtheit erlangte er indessen mit seinem zweiten Stück, Der fidele Bauer aus dem Jahre 1907. Werke wie "Die Dollarprinzessin" (1907), Die geschiedene Frau (1908), Die Kaiserin (Fürstenliebe) (1915), "Die Rose von Stambul" (1916) und Madame Pompadour (1923) erhielten dem Komponisten die Gunst seines Publikums. Nur zu Lebzeiten erfolgreich waren seine Opern, darunter "Irrlicht" (1905) und "Der goldene Vogel" (1920). Fall starb am 16. September 1925 in Wien.

 

Madame Pompadour

Operette in drei Akten
Buch von Rudolph Schanzer und Ernst Welisch
Musik von Leo Fall
3D, 4H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Pk, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 09.09.1922, Berliner Theater Berlin

Auf einem Kostümball gibt der Dichter Calicot eines seiner beliebten Spottlieder zum Besten, das die Geliebte des Königs, Madame Pompadour, trifft. Dabei wäre heute besondere Vorsicht geraten, da sich der Polizeiminister Maurepas incognito unter den Gästen befindet, um die Pompadour bei einem Liebesabenteuer zu überraschen und damit ihre Stellung beim König zu erschüttern. Diese trifft in der Tat in Begleitung ihrer Kammerfrau Belotte ein und findet Gefallen an Calicots Freund René, der in Paris zur "Erholung" von seiner Ehe ein Abenteuer erleben will, während Calicot Belotte umwirbt. Rechtzeitig entdeckt die Pompadour den Polizeiminister, gibt vor, zur Beobachtung von Aufrührern hier zu sein, und rät ihm, diese zu verhaften. Bei dieser Aktion gibt sie sich zu erkennen und bestimmt die Strafen: Calicot soll ein Festspiel schreiben, René muss in ihrem Leibregiment dienen.

Inzwischen ist Madeleine, Renés besorgte Frau, nach Paris gekommen und erlangt mit Hilfe eines Schreibens ihres Vaters Zugang bei der Pompadour, die dem Brief entnimmt, dass Madeleine ihre Stiefschwester ist. Dass René ihr Gatte ist, ahnt sie noch nicht. Maurepas hat es immer noch nicht aufgegeben, die Pompadour bei einem Stelldichein bloßzustellen, hält aber irrtümlich Calicot für den Liebhaber. Der ängstliche Hofpoet bittet die Pompadour, auf seine Liebesdienste zu verzichten. Diese freut sich über das Missverständnis und bittet René in ihr Schlafzimmer. Auf dem Weg dorthin begegnet ihr Madeleine, zeigt ihr ein Bild ihres Gatten und verhindert damit die Beziehung.

Überraschend erscheint der König, findet René im Schlafzimmer seiner Geliebten und lässt ihn verhaften. Die Pompadour übergibt ihm aus Trotz die lästigen Staatsgeschäfte und schickt eine Truhe voller Akten ins königliche Arbeitszimmer. Leider befindet sich darin Calicot, der sich aus Angst vor dem herannahenden König in der Truhe versteckt hat. Der König bereitet das Todesurteil gegen Calicot vor, der nach Angaben des Polizeiministers der Liebhaber der Pompadour ist. Aus der Truhe gezogen, kann der Dichter beide jedoch von seiner Unschuld überzeugen.

Da die Pompadour den zweiten Verdächtigen als Mann ihrer Schwester vorstellt, sind alle Zweifel wieder einmal beseitigt. Der versöhnte König lässt seine Favoritin von einem jungen Leutnant in ihr Schloss begleiten. Wie unvorsichtig...

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen