20.07.2018

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte

Die Mitwisser
28.04.2018, Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus

Schatten eines Jungen
06.04.2018, Göttingen, Deutsches Theater

Lazarus
03.02.2018, Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus

Alice
23.11.2017, München, Metropol Theater

Alles Schwindel
17.12.2017, Berlin, Maxim Gorki Theater

Die Zertrennlichen
26.11.2017, Frankfurt am Main, Schauspiel Frankfurt

Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben
27.09.2017, Mannheim, Nationaltheater

Freiheit
21.09.2017, Wien, New Space Company / Blumenhof

Nichts von mir
22.09.2017, Berlin, Berliner Ensemble

Superhero
16.10.2014, Wiesbaden, Hessisches Staatstheater


Genée, Richard

Richard Genée, geboren am 7. Februar 1823 in Danzig, war Sohn des Opernsängers und Direktors des Danziger Stadttheaters Friedrich Genèe. Dieser verschaffte ihm, nachdem er erst kurzzeitig Medizin studiert hatte, um anschließend in Berlin Musik zu studieren, eine Anstellung als Ballettdirigent und 2. Musikdirektor am Danziger Staatstheater. 1848 ging er nach Reval und wurde dort Musikdirektor; ein Jahr später in Riga und weitere zwei Jahre später in Köln. Seine ersten Kompositionen wurden 1852 veröffentlicht, deren Texte er zumeist selbst verfasst hatte. 1855 kehrte er nach Danzig zurück und gab dort seine erste Oper "Polyphem" heraus. Seine Freundschaft zu Friedrich von Flotow brachte ihn schließlich als Kapellmeister nach Schwerin und Prag. Seinen Namen als Librettist machte er sich jedoch erst ab 1868 durch seine Anstellung am Theater an der Wien, wo er zehn Jahre engagiert war. In Wien lernte er unter anderem Franz Zell kennen, mit dessen Zusammenarbeit er eine Vielzahl von Libretti für Operetten verfasste ("Operettenfirma Zell und Genèe"). Zu seinen berühmtesten Libretti zählen bis heute "Die Fledermaus" von Johann Strauß (in Zusammenarbeit mit Karl Haffner) und "Der Bettelstudent" von Karl Millöcker (in Zusammenarbeit mit Franz Zell). Genée konnte indes auch als Komponist Erfolge verzeichnen mit seinen Operetten "Der Seekadett" (1850) und "Nanon" (1877). Seine Werke haben meist einen heiteren Charakter und reichen von Orchestertänzen, Chorsätzen, Potpourris und Quadrillen nach Musiken anderer Komponisten, bis hin zu Übungen für Stimmbildung. Sein ungewöhnliches Talent sowohl dichten, als auch komponieren zu können, machte ihn zu einem wertvollen Mitarbeiter der Komponisten. So zog ihn auch Strauß gern bei Partiturarbeiten zurate. Richard Genée lebte ab 1878 in Preßbaum bei Wien und verstarb am 15. Juni 1895 in Baden.

 

Nanon (Die Wirtin vom Goldenen Lamm)

Operette von Friedrich Zell und Richard Genée
Neufassung von Otto Maag und Anton Paulik
Musik von Richard Genée
5D, 7H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Pk, Schl, Hrf, Mand, Cel, Org, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 10.03.1877, Theater an der Wien Wien