24.07.2017

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Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Bild von Cole PorterPorter, Cole

Cole Porter, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showgeschäfts und neben Irving Berlin ungekrönter Herrscher des Broadway, wurde am 9. Juni 1891 in Peru, im amerikanischen Bundesstaat Indiana als Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Enkel eines ebenso begüterten Kohlemagnaten geboren. Als Erbe eines Millionenvermögens musste er zunächst Jura studieren, ehe er seiner Liebe zur Musik nachgab und ein entsprechendes Studium in Harvard aufnahm. Vom "Hobby" eines reichen Müßiggängers konnte dabei keine Rede sein. Porter erwies sich in jeder Beziehung als Profi.

Ehe er seine eigentliche Karriere begann, nahm er als Mitglied der französischen Fremdenlegion am 1. Weltkrieg teil. 1919 heiratete er die ebenfalls äußerst reiche Amerikanerin Linda Lee Thomas. Nach anfänglichen Misserfolgen eroberte er 1928 mit dem Musical "Paris" den Broadway. Es folgten die Musical-Erfolge Anything Goes (1934), "Jubilee" (mit dem Hit "Begin the beguine", 1935), "Around the World in Eighty Days" (1946), Kiss me, Kate (1948), Can-Can (1953) und Silk Stockings (Ninotschka) (1955). Viele davon wurden in ihrer Verfilmung geradezu legendär, Can-Can mit Maurice Chevalier, High Society mit Bing Crosby. Silk Stockings verhalf der jungen Hildegard Knef zu ihrem Durchbruch in Amerika.

Mehr als 500 Songs bezeugen über die Vielzahl der Musicals, Shows und Filme hinausgehend die künstlerische Vielseitigkeit und herausragende Produktivität Cole Porters. Nach einem Reitunfall und einer später erforderlichen Beinamputation zog sich der bis dahin immer im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehende Komponist aus der Öffentlichkeit zurück. Am 15. Oktober 1964 starb er an den Folgen einer Nierenentzündung.


Weitere Informationen zu Cole Porter

 

Silk Stockings (Ninotschka)

Das Musical
Buch von George S. Kaufman, Leueen McGrath und Abe Burrows
(nach einer Story von Melchior Lengyel)
Musik und Songtexte von Cole Porter
Deutsch von Joachim Franke
3D, 7H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Reed I, II, III, IV, V, Hr, Trp I, II, III, Pos I, II, III, Schl, Hrf, Git, Vl I (A, C), II (B, D), Va, Vc, B; Dixieband (Klar, Trp, Pos, Kl)
UA: 24.02.1955, Imperial Theatre New York
DSE: 05.10.1974, Landestheater Linz

Der russische Komponist Peter Iljitsch Boroff, der durch seine "Ode an den Traktor" berühmt geworden ist, gibt in Paris ein umjubeltes Konzert. Er erliegt den Verlockungen des "goldnen Westens" und macht keine Anstalten, wieder nach Moskau zurückzukehren. So schickt die Moskauer Kulturbehörde drei Beamte nach Paris, um Boroff zurückzuholen. Doch bald hört man auch von diesen Beamten nichts mehr, so dass die junge und absolut linientreue und hübsche Kommissarin Nina Yaschenko, genannt Ninotschka, in die Seinestadt entsandt wird, um die Sache zu regeln.

In der Zwischenzeit hat der amerikanische Theateragent Steve Canfield Boroff das Angebot gemacht, die Musik zu einem Film nach Tolstois "Krieg und Frieden" zu schreiben. Die drei russischen Kulturbeamten haben dieses Vorhaben ohne Moskaus Wissen genehmigt, vor allem, um selbst länger in Paris bleiben zu können. Als Ninotschka dort auftaucht, ist der Schreck erst einmal groß. Schon bald gesellen sich zu den politisch-ideologischen Verwirrungen auch noch die des Herzens, denn Ninotschka hat sich offensichtlich in den Agenten Steve Canfield verliebt – was sie sich allerdings mit Hilfe aller ihr zur Verfügung stehenden ideologischen Macht nicht eingestehen will. Zunächst kommt es zum Eklat, und Ninotschka kehrt nach Moskau zurück. Doch es gelingt Canfield mit einer List, sowohl sie als auch die russische Beamtentroika wieder nach Paris zu locken, so dass einem Happy End nichts mehr im Wege steht.

Es waren die Altmeister Ernst Lubitsch und Billy Wilder, die es geschafft haben, mit ihrem Film "Ninotschka" selbst die Zeit des Kalten Kriegs in eine gleichsam rasante wie romantische Komödie zu verwandeln. Das Musical Silk Stockings basiert auf diesem Film und bietet zusätzlich die Weltklassemusik Cole Porters. Kein Wunder, dass das Stück zu einem der großen Erfolge der Broadwaygeschichte wurde, bei der Uraufführung mit Hildegard Knef in der Hauptrolle.

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