24.05.2018

Aktuelle Nachrichten

ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
Am 26. Mai ist die österreichische Erstaufführung von Music Hall am Theater...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...

Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
Burt Bacharach wird am 12. Mai 90 Jahre alt. Er gehört bis heute zu den...

Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
Der Dreißigjährige Krieg geht dem Ende entgegen. Das Land ist zerstört. In...

Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
Das Deutsche Theater Göttingen zeigte am 6. April die deutschsprachige...

Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

UA: "Brigitte Bordeaux" von Sergej Gößner
Am 26. Mai ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück Brigitte...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...


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Bild von Paul BurkhardBurkhard, Paul

Der 1911 in Zürich geborene Paul Burkhard begann seine Theaterlaufbahn nach Abschluss des Konservatoriums als Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Bern, wurde aber bald als Leiter der Musikabteilung ans Zürcher Schauspielhaus berufen.

Als 24-jähriger schrieb er seine erste Operette Hopsa ganz im Stil der zeitgenössischen Revue-Operetten, ehe er 1939 mit dem Schweizer Mundartstück "Der schwarze Hecht" überregional auf sich aufmerksam machte. 1950 erlebte das Stück in der Bearbeitung von Erik Charell unter dem Titel Das Feuerwerk seine Aufführung am Münchner Gärtnerplatz-Theater und verschaffte Burkhard, nicht zuletzt dank des Chansons "Oh, mein Papa", den endgültigen Durchbruch und weltweite Berühmtheit. Allein das "abendfüllende Chanson" Das Feuerwerk wurde bis heute in über 40 Sprachen übersetzt.

Daneben entstanden die komische Oper "Casanova in der Schweiz" (1942), Tic-Tac (1946), "Die Weibermühle" (1951), "Spiegel, das Kätzchen" (1956) nach der Novelle Gottfried Kellers, Die Pariserin (1957) und Bunbury (1965) nach Oscar Wildes Komödie. An den überwältigenden Erfolg von Das Feuerwerk konnte er mit diesen Werken allerdings nicht mehr anknüpfen.

Nach Aufgabe seiner Tätigkeit als Dirigent und Leiter des Studioorchesters des Radio Beromünster zog er sich in das schweizerische Zell im Kanton Zürich zurück, um sich kirchlichen Werken und religiösen Spielen zu widmen: "Die Zeller Weihnacht", "Die Zeller Ostern", "Sieben Stufen des Lebens" u.a. Am Ende seines Lebens kehrte er noch einmal zu der Gattung zurück, die er aus dem Geiste des Chansons zu erneuern gehofft hatte, zur Operette.

Die Uraufführung seines letzten und von ihm selbst als sein "liebstes Kind" bezeichneten Werkes, "Regenbogen", erlebte er indessen nicht mehr. Paul Burkhard starb am 6. September 1977. Die Uraufführung des Stückes fand am 30. November 1977 in der Basler Komödie statt.

 

Tic-Tac

Operette in drei Akten
nach einer Märchennovelle von Guy de Pourtalès
Buch von Fritz Schulz und Fridolin Tschudi
Musik von Paul Burkhard
6D, 3H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob, Klar I, II, Fg, A.Sax, Hr I, II, III, Trp I, II, Pos, Schl, Hrf, Kl (Cel), Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 29.03.1947, Stadttheater Zürich

Die Uhren gehen falsch im Märchenland Bimbalabeia. Zeit und Ordnung sind durcheinander geraten, seit die alte Königsuhr nicht mehr repariert wurde: das Nachtgespenst erscheint am helllichten Tag. Meister Pendel, der Uhrmacher aus dem Nachbarland, soll helfen: der Schlüssel zur Uhr muss neu angefertigt werden und das wird eine Weile dauern. Fasziniert von der Arbeit des Uhrmachers folgt ihm der junge König Florian inkognito als sein Geselle.

Ein Jahr ist vergangen. Florian steht davor, sein Meisterstück, den Schlüssel der Königsuhr, anzufertigen. Da erscheint ein Bote des Hofes bei Meister Pendel: in Bimbalabeia stehen alle Uhren still, es herrsche nur noch Schlendrian. Florian eilt zurück an den Hof, repariert die Uhr so gut er kann, aber sie geht jetzt viel zu schnell. Alles geschieht im Eiltempo und keiner hat mehr Zeit. Wieder erscheint Meister Pendel, nun mit dem vollendeten Schlüssel.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.