30.07.2010
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Aufgesattelt: "Im Weißen Rössl" als gewitztes Sommerspektakel
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Von Zauberern und bösen Hexen, mutigen Mädchen und kleinen Hunden erzählt uns...
Eingestiegen: Auf zur Schweizer Erstaufführung von "Wochenend und Sonnenschein" in Meggen!
Im Mai 2009 feierte das Musical Wochenend und Sonnenschein seine Uraufführung...
Willkommen, Bienvenue, Welcome: "Cabaret" im Berliner Tipi und unterm Sternenzelt
Willkommen zum Cabaret! Gleich zwei Mal öffnet sich der Vorhang des berühmten...
Wal ahoi: "Moby Dick" in Kiel gesichtet!
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Amüsement auf dem Prüfstein: "La Périchole" an der Komischen Oper Berlin
Am 6. Juni feierte La Périchole von Jacques Offenbach unter der Regie von...
Zum Äußersten gedrängt: "Rose Bernd" im Residenztheater München
Im Residenztheater des Bayerischen Staatsschauspiels feiert am 9. Juli...
![]() | Kaiser, Georg |
Der 1878 in Magdeburg geborene Dichter zählte zwischen 1917 (UA Die Bürger von Calais) und 1933 zu den meistgespielten expressionistischen Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathematisch durchkonstruierten Stücke eine Botschaft. Seine von Station zu Station gehetzten Figuren verkörpern Ideen, wirken ruhelos wie seine Sprache. Nach seinem lange erwarteten Durchbruch 1917 schrieb er Stück auf Stück, insgesamt mehr als 70 Dramen, drei Romane, Erzählungen und über 170 Gedichte.
Obwohl Kaiser 1908 eine reiche Kaufmannstochter geheiratet hatte und seit 1918 erhebliche Tantiemen erhielt, reichten die finanziellen Mittel kaum zum Unterhalt seines aufwändigen Lebensstils, der ihm als Dichter seiner Meinung nach zustand. Infolge einer Unterschlagung wurde er 1921 zu einem Jahr Haft verurteilt.
1933 belegten ihn die Nationalsozialisten mit Schreib- und Aufführungsverbot. 1938 entzog sich Kaiser einer drohenden Verhaftung durch Flucht in die Schweiz. Unter ärmlichen Verhältnissen leidend reflektierte er mit Hilfe biblischer und historischer Stoffe die Problematik der Zeit und seines immer noch übersteigerten Ichs. Am 4. Juni 1945 starb er in Ascona (Tessin).
Ein Stück in zwei Teilen
11D, 12H, Nebendarsteller
Ein Kassierer, durch die Erscheinung einer schönen Bankkundin aus der Bahn des Alltäglichen geworfen, läuft mit einem Betrag von 60.000 RM auf und davon. Ein Versuch, die Unbekannte zu seiner Komplizin zu machen, scheitert.
Nun gibt er sich dem Bedürfnis hin, sein Geld auszugeben. Innerhalb eines Tages erliegt er Entzückung, Zweifeln, Gier, Genugtuung und einer Einsicht, die zu spät kommt. Er wird verraten und verhaftet.