25.11.9651

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Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben
27.09.2017, Mannheim, Nationaltheater

Freiheit
21.09.2017, Wien, New Space Company / Blumenhof

Nichts von mir
22.09.2017, Berlin, Berliner Ensemble

Superhero
16.10.2014, Wiesbaden, Hessisches Staatstheater

Träume werden Wirklichkeit
15.05.2014, Dresden, Staatsschauspiel

Der Besuch der alten Dame
17.04.2014, Berlin, Deutsches Theater

Nachtgeknister
29.03.2014, Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus

Jeder stirbt für sich allein
13.03.2014, Erlangen, das theater erlangen

Der Besuch der alten Dame
02.02.2014, Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater


Bild von Karl WittlingerWittlinger, Karl

Am 17. Mai 1922 wird Karl Wittlinger als einziges Kind eines Kunsttischlers in Karlsruhe geboren. Nach seinem Abitur 1940 leistet er seinen Wehrdienst, wird in Afrika eingesetzt, erleidet Kriegsverwundung und französische Gefangenschaft. 1946 beginnt er sein Studium der Germanistik und Anglistik in Freiburg i. Br. und arbeitet zum Broterwerb in verschiedenen Berufen (Heizer, Nachtwächter, Dolmetscher, Hauslehrer). Erste unveröffentlichte schriftstellerische Arbeiten, u.a. fürs Theater, entstehen. 1949 wird er Leiter einer englischsprachigen Studentenbühne und heiratet.

Von 1950 bis 1952 ist Karl Wittlinger Dramaturg und Regieassistent an den Städtischen Bühnen Freiburg. Er entschließt sich 1953, ausschließlich als freier Bühnenautor zu arbeiten. 1956 wird sein Stück Kennen Sie die Milchstraße? an den Städtischen Bühnen Köln uraufgeführt. Das Stück wird ein großer Erfolg, im In- und Ausland vielfach nachgespielt und mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 1962 wird sein Fernseh- spiel Seelenwanderung erstmals vom WDR gesendet und als bestes TV-Spiel des Jahres mit dem Prix Italia und dem Internationalen Preis von Monte Carlo ausgezeichnet. 1968 wird Wittlinger Künstlerischer Beirat des Stadttheaters Konstanz. 1970 zieht er nach Berlin. In den folgenden Jahren entstehen fast ausschließlich Arbeiten fürs Fernsehen, u.a. Fernsehspiele für ZDF und SFB, z. B. "Ein Mann will nach oben" nach Hans Falladas Roman. 1982 übersiedelt er nach Horben bei Freiburg im Breisgau. Am 22. November 1994 stirbt Karl Wittlinger in Lippertsreute.

 

Wollen Sie ein Kaktus werden?

Komödie in drei Akten
3D, 3H
UA: 30.04.1990, Komödie im Marquardt Stuttgart

Professor Zabel hat eine weitreichende gentechnologische Entdeckung gemacht: Ihm ist es gelungen, die Formel für das Genie schlechthin zu finden. Und der Hühnerfabrikant Arthur Lochbau braucht einen Sohn, der sein Unternehmen genial weiterführt. Das Experiment findet statt, der kleine Felix wird geboren, wächst und wächst... Das injizierte Hormon hätte – normalerweise – wieder abgebaut werden müssen. Auch das "europäische Standardhuhn", das Zabel für Lochbau entwickelte, entpuppt sich als Flop: Henne ohne Daunen, Eier ohne Dotter. Doch Felix, inzwischen 20 Jahre alt und ein richtiges Wunderkind, hat sein Wachstum selber normalisiert. Da taucht Professor Zabel auf und verwandelt sich im Selbstversuch vor den Augen der Anwesenden in einen Kaktus.

Zeitkritisches und populäres Genre – Wittlinger bringt beides aktuell zusammen. In einer Versuchsanordnung wird ein gentechnologischer Unfall simuliert und komödiantisch aufgelöst. Das Credo des Stücks – verantwortungsvoller Umgang mit der neuen Wissenschaft – wird Felix, dem Sympathieträger des Stücks, in den Mund gelegt.