20.09.499

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Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Bild von Paul Graham BrownBrown, Paul Graham

Der Engländer Paul Graham Brown ist ein Multitalent. Er schreibt, komponiert, inszeniert, produziert und spielte in zahllosen Musicals für eine Vielzahl an Theatern und Gruppen. Er studierte Music and Dramatic Presentation an der University of Leeds und war nach dem Studienabschluss für fünf Jahre als Musical-Komponist für den North Kesteven District in England tätig. Während dieser Zeit war er auch musikalischer Direktor der Midlands Academy of Dance and Drama, Nottingham. Auch heute arbeitet Brown, der seit 2005 in Berlin lebt, weiterhin für Jugendtheater Projekte in Großbritannien. Regelmäßig übernimmt er die künstlerische Leitung für Projekte von ArtsNK in Lincolnshire. Für das "Paul McCartney's Liverpool Institute of Performing Arts"(GB) entwickelte Paul Graham Brown das Konzept, die Musik und die Inszenierung für "Let Your Heart go Ding-a-Dong", eine Mischung aus Theater und Musical, basierend auf Liedern des Eurovision Song Contests.

Sein Deutschlanddebüt gab Brown mit dem gefeierten Musical Bonnie und Clyde (UA: 2001, Theater Heilbronn). Die Zeitschrift "Musicals" attestierte seiner Musik eine "fast unerschöpfliche Fülle von Songs und Melodien, [...] Motto: geniale Simplizität." (Juni 2001) Es folgten u.a. Der große Houdini und The Time To Change.

2006 arbeitete er erstmals zusammen mit der Librettistin Nina Schneider für sein Projekt Das Newsical am Berliner Tribüne Theater, wo sie während einer Woche pro Nacht ein Mini-Musical schrieben, das dann tagsüber geprobt und am Abend aufgeführt wurde. Das jüngste gemeinsame Werk Show Dogs! gewann im Juli 2007 den "Frank Wildhorn Award for Musical Theatre" in Graz.

Paul Grahams Browns Musical Der Kampf des Jahrhunderts entstand zusammen mit dem Autor und Regisseur James Edward Lyons, zeichnet die Boxkämpfe von Joe Louis und Max Schmeling nach und hatte im Oktober 2008 an der Tribüne Berlin Uraufführung.

Dieser Zusammenarbeit folgte im August 2009 das 3-Personen-Musical King Kong, das anlässlich seiner Uraufführung am Kleinen Theater Berlin von Publikum und Kritik gefeiert wurde.

Auszeichnungen

2007: "Frank Wildhorn Award for Musical Theatre" für Show Dogs!


Weitere Informationen zu Paul Graham Brown

 

Der große Houdini

(The Great Houdini)
Ein Musical
Buch, Musik und Liedtexte von Paul Graham Brown
Deutsch von Moritz Staemmler
6D, 4H
Orchesterbesetzung: Fl, Ob, Klar I [B.Klar], Klar II, Fg, Hr I, II, Trp I [Flügelhorn], Trp II, Pos I, II, Tb, Hrf, Perc, Drums, Kl/Key, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 24.10.2014, Theater Hof

Eine Legende war Harry Houdini (1874–1926) schon zu seinen Lebzeiten. Eine schillernde Figur im Rampenlicht. Ein Leben voller Theatralik, wie erfunden, um auf der Bühne nacherzählt zu werden.

Sein Markenzeichen: Entfesselungskunststücke. Er begibt sich in Handschellen, Zwangsjacken, Gefängniszellen, die chinesische Wasserfolter, und er lässt sich kopfüber an einem New Yorker Wolkenkratzer aufknüpfen. Houdini betritt die Weltbühne in einer Zeit des Aufbruchs. Klassengrenzen und moralische Zwänge fallen. Wissenschaft und Technik versprechen die Lösung aller Menschheitsfragen und die Befreiung von Armut, Krankheit und Krieg. Neue Medien lassen Nachrichten rasend schnell um die Welt gehen und verlangen nach immer neuen Sensationen. Der "Große Houdini" erfüllt die Sehnsüchte seines Publikums. Er ist der personifizierte Epochenwechsel. Ein Mann mit der Aura eines Popstars, der die Massen in seinen Bann zieht – auch, weil Houdini mitunter nackt auftritt.

Hinter öffentlicher Person und ihrer glanzvollen Selbstinszenierung aber verbirgt sich ein rätselhafter, gespaltener Charakter. Der Drang, seine Grenzen immer weiter auszureizen, bringt ihn schließlich an den Rand der Erschöpfung. Als er durch einen ebenso überraschenden wie simplen Fausthieb verletzt wird, fordert der stolze Houdini seinen Gegner auf, weiterzuschlagen und erliegt schließlich den Folgen.

Wie schon in Bonnie und Clyde hat Paul Graham Brown auch für Der große Houdini eine fließende Szenerie kreiert und eine Partitur geschrieben, die mitreißend rhythmische Nummern mit großen Balladen kontrastiert. Zeitkolorit durch Ragtimeund Jazz-Anklänge verbindet er mit seinem ausgesprochen individuellen Kompositionsstil. Es gelingt, woran manch anderes "Biografical" scheitert: minutiös recherchierte wahre Begebenheiten kunstvoll in eine dramatisch schlüssige Bühnenhandlung zu verweben.

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