17.05.2012
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Am 11. Mai feiert Die Kakao-Kuh und der falsche Fuß von Torsten Böhm nach dem...
Ekat Cordes beim Theatertreffen 2012
2010 war Autor und Regisseur Ekat Cordes mit seinem Stück Ewig gärt zum...
Neu bei FBE: Der spanische Autor Jordi Galceran
Wir freuen uns, Ihnen den spanischen Autor Jordi Galceran vorzustellen, der...
Endlich verfügbar: "Alice" von Tom Waits, Kathleen Brennan und Robert Wilson
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Neu bei FBE: "Namaste - Glücksucher in Nepal" von Geraldine Aron
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"Madame Pompadour" von Leo Fall am Landestheater Coburg
In der Regie von Francois de Carpentries und unter der musikalischen Leitung...
ÖEA "Leben ohne Chris" in Wien
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![]() | Goldoni, Carlo |
Carlo Goldoni wurde am 25. Februar 1707 in Venedig als Sohn eines
Arztes geboren. Er studierte Philosophie und Jura an der Universität
von Padua. Nach dem Tode seines Vaters ließ er sich 1731 als Advokat,
Kanzleibeamter und Diplomat in seiner Heimatstadt Venedig nieder, um
seine Familie finanziell unterstützen zu können. Seine Leidenschaft
galt jedoch schon immer dem Theater und er begann, erste Bühnenstücke
zu verfassen. Die folgenden Jahre waren von einem ständigen Hin und Her
geprägt zwischen seiner Neigung zum Theater und der Notwendigkeit des
Broterwerbs. Von 1745 bis 1748 arbeitete Goldoni in Pisa als Anwalt.
Während dieser Zeit schrieb er seine erfolgreiche Komödie Der Diener zweier Herren (Il servitore di due patroni), die 1746 in Venedig uraufgeführt wurde.
Goldoni hatte seinen Stil gefunden - von den typischen Masken und den
starre Typenvorgaben der Commedia dell'arte gelangweilt, inszenierte er
Charakter- und Sittenlustspiele nach dem Vorbild des französischen
Dramatikers Molière und passte sie der italienischen Lebensart an. Von
1748 bis 1753 war er Bühnenautor für das Teatro Sant'Angelo,
anschließend bis 1756 für das Teatro San Luca in Venedig. 1762 verließ
Goldoni trotz seines großen Erfolgs Venedig, um den Anfeindungen der an
der traditionellen Stegreifkomödie festhaltenden Dramatiker zu entgehen
und folgte einem Ruf an das italienische Theater in Paris. Als
Theaterdirektor am französischen Hof verfasste er 1770 anlässlich der
Heirat des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie Antoinette in
französischer Sprache die Komödie "Der gutherzige Polterer" (Le bourru
bienfaisant) und feierte damit seinen letzten großen Triumph.
Zu Beginn der Französischen Revolution wurden Goldoni die 1787 vom
König zuerkannten Pensionszahlungen aufgrund der politischen
Veränderungen gestrichen. So starb er am 6. Februar 1793 völlig verarmt
in Paris.
Carlo Goldoni gilt als großer Erneuerer der italienischen
Komödie; sein Gesamtwerk umfasst mehr als 150 Theaterstücke in
Alltagssprache und venezianischer Mundart sowie eine vierbändige
Autobiographie mit dem Titel "Geschichte meines Lebens" (Mémoires pour
servir à l'histoire de sa vie et celle de son théâtre), die er 1787 in
Versailles niedergeschrieben hat.
Deutsch von Herbert Meier
3D, 9H, Statisterie
Ein junges Ehepaar: Der Mann ist liederlich und seine tugendhafte Frau leidet sehr darunter.
Der Kaffeehausbesitzer, ein ehrlicher, dienstfertiger und wohlwollender Mann, zeigt viel Interesse für das unglückliche Paar. Es gelingt ihm, die Besserung des Ehemannes durchzusetzen und zum Glück und zur Zufriedenheit der jungen Frau beizutragen.
Da ist ein sehr origineller und komischer Schwätzer, der an übler Nachrede seine Freude hat. Er ist eine wahre Geißel der Menschheit, der die ganze Welt beunruhigt, der die
Gäste des Kaffeehauses belästigt und nicht minder die beiden Freunde des Cafetiers. Der Boshafte wird bestraft; er verrät anscheinend zum Spaß die Kunstgriffe des betrügerischen Spielhausbesitzers. Der Mann wird festgenommen, aber die Nachbarn fallen über den Schwätzer her und jagen ihn fort.
Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:
Das Kaffeehaus
Nach der Übersetzung von Lola Lorme