17.12.2018

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Hauptmann, Gerhart
1862 in Schlesien geboren zählt Gerhart Hauptmann zu den bedeutendsten Vertretern des Naturalismus. Sein umfangreiches Schaffen ausschließlich darauf zu...


Tietz, Michael
Michael Tietz, geb. 1944 in Gleiwitz (Ober-Schlesien), ausgebildeter Schauspieler und Musicaldarsteller, begann seine Bühnenkarriere mit "Hair" in Düsseldorf...


 

Phantom: Aufzeichnungen eines ehemaligen Sträflings

Nach dem Roman von Gerhart Hauptmann
Für die Bühne bearbeitet von Michael Tietz
1H
frei zur UA

Lorenz Lubota, ein junger, aus ärmlichen Verhältnissen stammender Magistratsschreiber aus Breslau, führt ein zurückhaltendes und bescheidenes Leben, das weder Höhe- noch Wendepunkte für ihn vorzusehen scheint. Als er eines Tages auf der Straße einen kurzen Augenblick der 13-jährigen Veronika, Tochter aus höheren Kreisen, gegenwärtig wird, ändert sich Lubotas Leben grundlegend. Sie zu besitzen wird sein innigster Wunsch, der Glaube, das zu erreichen, sein Wahn. Allerdings fehlt ihm zur Erlangung seines Ziels jede gesellschaftliche Vorraussetzung, und so verfällt Lubota der Idee, durch Ruhm oder Reichtum die Gunst des schönen Mädchens zu gewinnen.

Von einer Tante mit einem Startkapital für ein eigenes Unternehmen ausgerüstet, legt er dieses Geld in maßgeschneiderte Anzüge an und gibt sich als erfolgversprechender Dichter aus. Die Unerreichbarkeit seines Ansinnens und die kostspielige Lebensführung lassen den Liebenden zusehends die Kontrolle über sich verlieren. Von einem vermeintlichen Freund zu unredlichen Geschäften überredet, verstrickt er sich immer mehr in Hochstapelei und Betrügereien, bis er schließlich als Mittäter eines Raubmordes im Gefängnis landet.

Phantom entstand 1922 als Fortsetzungsroman für die Berliner Illustrierte und wurde im gleichen Jahr vom großen Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau verfilmt. Hauptmann zeichnet ein Sittengemälde seiner Epoche, dessen Gültigkeit zeitlos geblieben ist. Die tragikomische Lebensbeichte des Lorenz Lubota ist eine Glanzrolle für jeden Schauspieler ab 40.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.