26.04.2017

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Die Familie, die über alles reden konnte
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All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Klaus ChattenChatten, Klaus

Klaus Chatten wurde 1963 in Lennestadt/Nordrhein-Westfalen geboren. Nach seinem Studium der Romanistik, Germanistik und Sportwissenschaften an der Freien Universität Berlin besuchte er ab dem Jahr 1983 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

Daraufhin folgte ein Ruf an das Actors und HB Studio in New York, wo er bei den Oscar- und Tony-Award-Gewinnern Mike Nichols, Sandy Dennis und Uta Hagen studierte.

Chatten ging an führende deutsche Schauspielhäuser (Schiller Theater, Maxim Gorki Theater, Deutsches Theater Berlin). Er arbeitete mit dem russischen Regisseur Anatolij Wassiljew und in mehreren Produktionen mit Alexander Lang zusammen. Zwischen 2004 und 2006 war er Ensemblemitglied am Gorki Theater. 2009 wurde er für seine Darstellung der Titelrolle in „Der Menschenfeind“ für den Inthega-Preis nominiert.

Gleichfalls ist Chatten Theaterregisseur, der im Jahr 1991 sein Debüt an der Freien Volksbühne Berlin mit der Produktion „Träume“ gab.

1993 begann er die Arbeit an eigenen dramatischen Texten. Seine zumeist tragikomischen Arbeiten kamen am Deutschen Theater Berlin und am Maxim Gorki Theater heraus und hatten an die sechzig Nachspielungen. Seine bisher bekanntesten Werke sind Unser Dorf soll schöner werden (Englische EA am Royal Exchange Theatre Manchester) und Sugar Dollies (UA am Gate Theatre London).

Er ist Preisträger des Alfred-Döblin-Preises, des Literarischen Colloquiums, des Literaturpreises des Berliner Senats und der Villa Aurora in Los Angeles.

Chatten verfasst Drehbücher für die Kinoleinwand und fürs Fernsehen. Mit seinem Film „Stille Nacht“, der mit den Darstellern Jürgen Vogel, Maria Schrader und Ingrid Caven mit großem Erfolg im Wettbewerb der Berlinale lief, gewann er den Alfred-Bauer-Preis. Am vermutlich bekanntesten ist er für seine Zusammenarbeit mit den Regisseuren Dani Levy und Wolfgang Becker („Good-bye, Lenin“).

Seit 2006 arbeitet Chatten als Schauspiellehrer und ist professioneller Trainer für Kino und Fernsehen. 2014 wurde einer seiner Studentinnen an der American Academy of Dramatic Arts in New York als Studentin für das Fach Schauspiel aufgenommen.

Ab 2008 hat er bis dato fünfzig Theaterstücke aus dem Englischen übertragen. Er ist der deutsche Übersetzer von Noel Coward.

Klaus Chatten wurde sowohl als Schauspieler als auch als Dramatiker mehrfach im Jahrbuch „Theater heute“ ausgezeichnet.

 

Sugar Dollies

5D
UA: 29.03.1996, The Gate Theatre London
DSE: 13.10.1996, Deutsches Theater Berlin

Rosy, eine arbeitslose Schauspielerin, belästigt das deutsche Stadttheater mit ihren Penthesilea- Monologen. Babette und Tochter Tabea proben – als Batman und Robin kostümiert - im heimischen Badezimmer eine Büttenrede. Margot Peter, die Ost-Berliner Mauerspringerin, jobbt seit der Wende in einem Sonnenstudio.

In einem renovierungsbedürftigen Hotel – ganz in der Nähe des Reichstags – treffen sie aufeinander. Alle haben sich für die beliebte Fernsehsendung "Sugar Dollies", einer Show über Heirat und Partnerspiele, als Kandidatinnen beworben. Viola Pfauweber, die Münchner Castingagentin, entscheidet, wer von ihnen den Ansprüchen und Bedürfnissen der fernsehschauenden Nation genügt. Alles geht seinen gewohnten Gang aus Zynismus, Missverständnis und Ausgrenzung, bis Rosy den Kosmos, die Amazonen, Gott, ihre Pitbullterrier und Hitler ins Spiel würfelt. Sie jongliert mit der Wirklichkeit.

Sugar Dollies ist eine Liebeserklärung an den Wahnsinn, die Frauen und die Magie, Kraft und Anarchie des Theaters.

"Zu den erfolgreichsten Bühnen-Repliken auf die Zeitgeist-Mode gnadenloser Selbstentblößung gehören Klaus Chattens vor zehn Jahren in London uraufgeführte "Sugar Dollies", die Regisseurin Birgit Lenz am Wochenende an der Vorpommerschen Landesbühne Anklam zur bejubelten Premiere gebracht hat." (Nordkurier, 06.03.2006)

"Gelacht wurde viel bei der Premiere am Sonnabend im Anklamer Theater. Aber da war wohl keiner im Publikum, den nicht immer wieder ein beklemmendes Gefühl daran erinnerte, dass in den Figuren sehr viel bittere Wahrheit steckt. [...] Unter der Regie von Birgit Lenz haben die fünf Schauspielerinnen ein starkes Stück Frauentheater hingelegt, das komisch, magisch und schrecklich zugleich und eins vor allem ist: absolut sehenswert. Das befand auch das Publikum und dankte mit viel Applaus." (Nordkurier, 06.03.2006)

"A series of Polaroids of a nation´s neurosis, SUGAR DOLLIES is as thrilling as it is puzzling. It´s world premiere brings the Gate´s Biennale of European writing to a confident close. Endlessly thought-provoking, SUGAR DOLLIES is the kind of play you´ll be talking about in the pub until gone closing time." (The Independent, London)

"This wildly satirical comedy bursts with ideas. Klaus Chatten´s mordant comedy anatomises Germany, contriving encounters between unlikely ensemble of participants whose rich range of psychological problems appear as symptoms of a national malaise. In his rambunctious drama , the author seems to question what is left to replace the vast negative vacuum in the national psyche after World War II. The play´s images stay in the head long after the performance ends. A play that deserves to be seen, enjoyed – and puzzled over." (What’s on, London)

"Eine grelle Groteske ist dieses Stück, ein Bühnenknaller. Ein brillanter Theaterabend." (Stuttgarter Zeitung)

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