30.07.2010

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Im freien Fall
von Michael West

Ewig gärt
von Ekat Cordes

Unter jedem Dach (ein ach)
von Eva Rottmann

Kleiner Mann - was nun?
von Hans Fallada

Im Dunkeln
von Ursula Rani Sarma

Die zwölf Geschworenen
von Reginald Rose und Horst Budjuhn

Warte, bis es dunkel ist
von Frederick Knott

Eine etwas sonderbare Dame
von John Patrick

Ein Hauch von Frühling
von Samuel Taylor

Harry und Sally
von Nora Ephron und Marcy Kahan

SommerNachtTraum
von Wolfgang Böhmer und Peter Lund

Mann mit TÜV
von Glynn Nicholas und Scott Rankin

Love Bite - Biss ins Herz
von Wolfgang Böhmer und Peter Lund

Das Wunder von Neukölln
von Wolfgang Böhmer und Peter Lund

Leben ohne Chris
von Wolfgang Böhmer und Peter Lund

Jumping Jack
von Wolfgang Böhmer und Peter Lund

Der glückliche Prinz
von Wolfgang Böhmer und Peter Lund

Baufehler oder Die Bedeutung von Garten, Blumen, Sonne, Sommer und Liebe für Menschen und Leute
von Jean-Luc Lagarce

Straße zum Strand
von Ulrike Freising

Skills
von Eva Rottmann

Neues von Kellermanns
von Ursula Haucke

King Kong
von Paul Graham Brown und James Edward Lyons

Der Teufelsplan von Planet Pluto
von Buddy Thomas

Shadowless
von Alexander S. Bermange

Mein erstes Mal
von Ken Davenport

Die Geschichte der Zukunft
von Christian Lollike

My Face
von Nigel Williams

Turm E
von Jan Liedtke

Der Mann, der Sherlock Holmes war
von Marc Schubring und Wolfgang Adenberg

Zwei nette kleine Damen auf dem Weg nach Norden
von Pierre Notte

The Black Rider
von Tom Waits , William S. Burroughs und Robert Wilson

Woyzeck
von Tom Waits , Kathleen Brennan und Robert Wilson

Alice
von Tom Waits , Kathleen Brennan und Robert Wilson

Curtains - Vorhang auf für Mord!
von John Kander , Fred Ebb und Rupert Holmes


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Jan LiedtkeLiedtke, Jan
Foto: © Oliver Bernardt 

Jan Liedtke, Autor und Regisseur, gehört zu den vielseitigsten und erfolgreichsten Theatermachern seiner Generation. Zwischen Dramatik und Drehbuch, Regie und Produktion arbeitet Liedtke neben der Arbeit für das Theater mit seiner Produktionsfirma 9:PM Pictures auch als Filmemacher. Liedtkes Gespür für spannende Themen und starke Geschichten, sein Blick für das Wesentliche und seine knappe, präzise Sprache sind die Markenzeichen seines Erfolges.

Jan Liedtke, 1977 bei Berlin geboren, studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste, Berlin. 2004 erhielt er den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis für sein erstes Theaterstück Toronto (UA: JES, Stuttgart). Im gleichen Jahr wurde das Stück zu den Autorentheatertagen am Hamburger Thalia Theater eingeladen.

Sein zweites Stück Kamikaze Pictures wurde 2005 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen, dort im Rahmen der Autorennächte in einer Lesung präsentiert und im Herbst 2005 am Theater Heidelberg uraufgeführt. Im November 2006 wurde Liedtke für Kamikaze Pictures mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet. Das Stück wurde seitdem in mehrere Sprachen übersetzt und in zahlreichen Produktionen gezeigt.

Turm E, ein Auftragswerk für das Theater Junge Generation in Dresden, wurde dort im Dezember 2009 uraufgeführt. Zurzeit arbeitet Jan Liedtke an einem neuen Theaterstück 3108 KM.

Arbeiten als Regisseur

Jan Liedtke debütierte 2008 am Theater Junge Generation in Dresden als Theaterregisseur mit der Inszenierung von Christiane Richers Theaterstück "Das ist Esther". Die Inszenierung wurde in der Spielzeit 2009/10 vom Theater Plauen Zwickau übernommen wurde. "Vision Mensch", ein Stück, das er zusammen mit 6 Jugendlichen am Theater Bremen entwickelte und inszenierte, eröffnete dort die Spielzeit 2009/2010 der "Jungen Akteure".
Derzeit arbeitet Jan Liedtke an der Fertigstellung seines neuesten Theaterstücks 3108 KM.

Jan Liedtke wird als Regisseur exklusiv von Felix Bloch Erben vertreten.


Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:

2006: Deutscher Jugendtheaterpreis 2006 für Kamikaze Pictures

2005: Einladung zum Heidelberger Stückemarkt mit Kamikaze Pictures

2004: Baden-Württembergischer Jugendtheaterpreis für Toronto; Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Toronto


Regiearbeiten (Auswahl):

2011: "Die mich jagen" von Eva Rottmann am Theater Baden-Baden

2009: "Vision Mensch" am Theater Bremen

2008: "Das ist Esther" von Christiane Richers, Theater Junge Generation, Dresden / Übernahme der Inszenierung 2009/10 am Theater Plauen Zwickau


Weitere Informationen zu Jan Liedtke

 

Kamikaze Pictures

1D, 2H, eine Stimme
UA: 03.10.2005, Theater der Stadt Heidelberg

Andy und Henry sind zusammen aufgewachsen. Sie hassten dieselben Lehrer. Sie liebten dieselben Mädchen. Und vor allem waren beide süchtig nach Filmen. Andy hat seine Schullaufbahn pflichtbewusst beendet und dabei neidisch auf Henry geschaut, der in der 11. erfolgreich von der Schule flog und seitdem gelassen mit Drogen, Mädchen und Jobs in der Filmbranche herumexperimentierte. Die Freunde sahen sich immer seltener, dann gar nicht mehr. Andy ging für ein Jahr ins Ausland – Henry flüchtete ins Heroinland.

Andy kehrt zurück. Er will jetzt in Berlin wohnen. An dem Tag, an dem er ankommt, ist Loveparade. In der tanzenden Masse sieht er ein Mädchen. Er versucht näher an sie heranzukommen. Sie heißt Linda. Sie verabreden sich. Linda taucht nie zu dieser Verabredung auf. Andy fängt an, sie zu suchen.

Henry soll ihm helfen, Linda zu finden. Andys Anruf war seine Rettung. Zu Hause hat er nur noch Leute, denen er Geld schuldet. Jetzt will er in Ruhe Andy ausnehmen. Doch Andy kennt Henrys Tricks – er zwingt ihn, an seiner Suchmission mitzuarbeiten.

Die beiden werden immer erfinderischer, immer plakativer. Aber es gibt keinen Hinweis auf Linda. Keiner hört Andy. Er muss noch lauter schreien. Linda muss Stadtgespräch werden. Er beschließt, mit Henry einen Linda-Such-Film zu drehen, einen Film, der explodiert, der alle aufweckt, der alle zum Hingucken zwingt – ein Film wie ein Selbstmordattentat: made by kamikaze pictures! Beim Casting stellt sich ein Mädchen vor: Sie heiße Sonja, sagt sie. Aber sie sieht Andys Linda zum Verwechseln ähnlich. Ist sie es? Andy entscheidet sich dagegen. Henry entscheidet sich dafür.

Die Dreiecksbeziehung entwickelt sich zu einem emotionalen Karussell, das sich in atemberaubender Geschwindigkeit dreht. Bald kann niemand mehr ein- oder aussteigen.

Mit präziser, knapper Sprache zeigt der Berliner Autor Jan Liedtke den gegenläufigen Lebensweg dreier junger Menschen, die versuchen, ihre Träume zu verwirklichen und ihre Sehnsüchte zu erfüllen. Wie schon in seinem Erstlingswerk Toronto gelingt es ihm, dem Zuschauer die Gefühlswelt der drei Protagonisten in kurzen Szenen nahe zu bringen. Gekonnt spielt der Autor immer wieder mit der Frage: Sind es echte Gefühle, denen nachgelaufen wird, oder nur echte Illusionen.

Kamikaze Pictures wurde mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis 2006 ausgezeichnet.

In der Laudatio für das Stück heißt es: "Die Suche nach Identität, Glück, Liebe und stimmigen Lebensentwürfen sind wichtige Themen im Kinder- und Jugendtheater. Nur wenig älter als seine Figuren, gelingt es Liedtke jedoch, diese Themen universell zu behandeln. Sein Stück, gut aufgehoben im Kinder- und Jugendtheater, ist ganz sicher nicht nur geeignet dafür, sondern auch für ein älteres Publikum interessant. Und das macht das Stück so besonders. Jan Liedtke gelingt es, mit 'Kamikaze Pictures' eine starke Geschichte über den Rausch des Lebens zu erzählen, spannend und unterhaltsam [...]"


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