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Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Bild von Peter SüßSüß, Peter

Peter Süß lebt und arbeitet als Autor in Berlin. Er verfasste Jugendbücher und war als Chefautor von Fernsehserien tätig, unter anderem für die erfolgreichste deutsche Daily Soap "Gute Zeiten – Schlechte Zeiten". In den letzten Jahren hat er sich mehr und mehr historischen Stoffen – Süß ist promovierter Historiker – zugewandt.

1991 lernte er Charlotte von Mahlsdorf kennen, wurde in der Folge ihr Lektor und Co-Autor; Süß gab Charlotte von Mahlsdorfs Erinnerungen heraus, die 1992 unter dem gleichen Titel wie das nun vorliegende Stück in der Edition diá erschienen und ein großer Publikumserfolg wurden. 1994 erarbeitete er mit Mahlsdorf einen historischen Spaziergang durch Berlin, der unter dem Titel "Ab durch die Mitte" erschien. Dazwischen begleitete er Charlotte von Mahlsdorf auf Lesereisen durch die Bundesrepublik und die Schweiz.

Neben monatelangen Interviews, die er mit ihr führen, unzähligen Momenten des persönlichen Erlebens mit Charlotte, von denen Süß für die Arbeit an seinem ersten Theaterstück Ich bin meine eigene Frau zehren konnte, zählen Hunderte von handschriftlichen Seiten, die Charlotte ihm noch zu Lebzeiten überlassen hat, zu den Grundlagen des Stückes. Außerdem hat sich Süß in monatelanger Recherchearbeit auf weitere Spurensuche begeben, mit Weggefährten, Freunden und Feinden Charlotte von Mahlsdorfs gesprochen, sich in Archive gesetzt und ist entlegensten Hinweisen nachgegangen, die ihn bis nach Schweden geführt haben, Charlottes letztem Wohnsitz.

 

Ich bin meine eigene Frau

Das Leben der Charlotte von Mahlsdorf
Ein Spiel der Erinnerungen in zwei Akten
3H, (wahlweise auch 1D/2H oder 2D/1H)
UA: 26.03.2006, Schauspiel Leipzig

Ihr Leben war spannend wie ein Krimi. Charlotte von Mahlsdorf, die 1928 als Lothar Berfelde zur Welt kam, überlebte das Nazireich als Transvestit, verschaffte sich im grauen DDR-Staat mit weiblicher List Freiräume, um eine der umfangreichsten Gründerzeitsammlungen der Welt zusammenzutragen und sie wenig systemkonform in einem Privatmuseum auszustellen. Unermüdlich rettete sie Häuser vor dem Abriss, Möbel aus der geliebten Epoche um 1900 vor dem achtlosen Wegwerfen, und nie erschöpfte sich ihr Vorrat an Geschichten, mit denen sie zeitlebens ihr Publikum in den Bann zog.

Doch wer war Charlotte von Mahlsdorf wirklich? Der Vatermörder, die Bundesverdienstkreuzträgerin, der Stasispitzel? Hat sie die Wahrheit erzählt? Oder war alles Lüge?

Mit Sicherheit war sie eine schillernde Persönlichkeit, der bekannteste deutsche Transvestit. In seinem Stück geht Peter Süß dieser Lebensgeschichte auf den Grund. Ein Biograf besucht Charlotte. Er provoziert sie, drängt sie, die Wahrheit zu sagen, fördert spannende Details ihres Lebens ans Licht, die bisher vollkommen unbekannt sind. Die beiden belauern sich, mal mit einer gewissen Sympathie füreinander, mal nur mit Unverständnis. Es entsteht ein Kampf um die Wahrheit, ein wechselhaftes Spiel der Erinnerungen, das ein Stück deutschdeutscher Zeitgeschichte wieder lebendig werden lässt.

Premierenberichte zu diesem Stück vorhanden