13.03.2010
Überwältigend und umjubelt: Tom Waits' "Woyzeck" am Hamburger Thalia Theater
Am 23. Januar 2010 feierte Tom Waits', Robert Wilsons und Kathleen Brennans...
Vorsicht heiß!: "Sugar" am Stadttheater Bremerhaven
Richtig heiß wurde es am 20. Februar 2010 bei der Premiere des Musicals Sugar...
"Kleiner Mann" ganz groß am Theater Vorpommern und in Aachen
Wann frisst die Realität jegliche Hoffnung auf?Dieser Frage stellt man sich...
Blaue Träume: "Blau" von Ursula Rani Sarma in Landsberg
Ursula Rani Sarmas Stück Blau, 2004 mit dem Publikumspreis des Heidelberger...
Im poetischen Taumel: Anja Hillings "Sinn" am Theater Essen
Das Theater Essen lädt ab 20. März 2010 zu einem ganz besonders sinnlichen...
Eindeutig uneindeutig: "Die zwölf Geschworenen" sortieren in Essen die Fakten
Ab dem 24. März 2010 geht es am Theater im Rathaus in Essen heiß her. Die...
Christian Lollike: Zwischen Klimakatastrophe, Liebe und Irrsinn
Verzeihung, ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn?,...
60. Berlinale: "Im Angesicht des Verbrechens" von Rolf Basedow
Rolf Basedow, 1947 in Hamburg geboren, ist mehrfach prämierter Drehbuchautor....
Der rote Rächer: "The Scarlet Pimpernel" kämpft in Bielefeld
Scharlachrot, ohrwurmträchtig und temporeich – das Mantel- und Degen-Musical...
Ausgezeichnet: Nino Haratischwili erhält den Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis und "Z" feiert Premiere in Konstanz
Am 4. März 2010 rückt die erfolgreiche georgische Nachwuchsautorin Nino...
![]() | Süß, Peter |
Peter Süß lebt und arbeitet als Autor in Berlin.
Er verfasste Jugendbücher und war als Chefautor von Fernsehserien tätig, unter anderem für die erfolgreichste deutsche
Daily Soap "Gute Zeiten – Schlechte Zeiten". In den letzten Jahren hat er sich mehr und mehr historischen Stoffen – Süß ist
promovierter Historiker – zugewandt.
1991 lernte er Charlotte von Mahlsdorf kennen, wurde in der Folge ihr Lektor und Co-Autor; Süß gab Charlotte von Mahlsdorfs Erinnerungen heraus, die 1992 unter dem gleichen Titel wie das nun vorliegende
Stück in der Edition diá erschienen und ein großer Publikumserfolg wurden. 1994 erarbeitete er mit Mahlsdorf
einen historischen Spaziergang durch Berlin, der unter dem Titel "Ab durch die Mitte" erschien. Dazwischen begleitete er
Charlotte von Mahlsdorf auf Lesereisen durch die Bundesrepublik und die Schweiz.
Neben monatelangen Interviews,
die er mit ihr führen, unzähligen Momenten des persönlichen Erlebens mit Charlotte, von denen Süß für die Arbeit an seinem
ersten Theaterstück Ich bin meine eigene Frau zehren konnte, zählen Hunderte von handschriftlichen Seiten, die
Charlotte ihm noch zu Lebzeiten überlassen hat, zu den Grundlagen des Stückes. Außerdem hat sich Süß in monatelanger
Recherchearbeit auf weitere Spurensuche begeben, mit Weggefährten, Freunden und Feinden Charlotte von Mahlsdorfs
gesprochen, sich in Archive gesetzt und ist entlegensten Hinweisen nachgegangen, die ihn bis nach Schweden geführt
haben, Charlottes letztem Wohnsitz.
Das Leben der Charlotte von Mahlsdorf
Ein Spiel der Erinnerungen in zwei Akten
3H, (wahlweise auch 1D/2H oder 2D/1H)
UA: 26.03.2006, Schauspiel Leipzig
Ihr Leben war spannend wie ein Krimi. Charlotte
von Mahlsdorf, die 1928 als Lothar Berfelde zur Welt
kam, überlebte das Nazireich als Transvestit, verschaffte
sich im grauen DDR-Staat mit weiblicher
List Freiräume, um eine der umfangreichsten Gründerzeitsammlungen
der Welt zusammenzutragen
und sie wenig systemkonform in einem Privatmuseum
auszustellen. Unermüdlich rettete sie Häuser
vor dem Abriss, Möbel aus der geliebten Epoche um
1900 vor dem achtlosen Wegwerfen, und nie erschöpfte
sich ihr Vorrat an Geschichten, mit denen
sie zeitlebens ihr Publikum in den Bann zog.
Doch wer war Charlotte von Mahlsdorf wirklich?
Der Vatermörder, die Bundesverdienstkreuzträgerin,
der Stasispitzel? Hat sie die Wahrheit erzählt? Oder
war alles Lüge?
Mit Sicherheit war sie eine schillernde Persönlichkeit,
der bekannteste deutsche Transvestit.
In seinem Stück geht Peter Süß dieser Lebensgeschichte
auf den Grund. Ein Biograf besucht Charlotte.
Er provoziert sie, drängt sie, die Wahrheit zu
sagen, fördert spannende Details ihres Lebens ans
Licht, die bisher vollkommen unbekannt sind. Die
beiden belauern sich, mal mit einer gewissen Sympathie
füreinander, mal nur mit Unverständnis. Es
entsteht ein Kampf um die Wahrheit, ein wechselhaftes
Spiel der Erinnerungen, das ein Stück deutschdeutscher
Zeitgeschichte wieder lebendig werden
lässt.
Nachrichten zu diesem Stück anzeigen
Premierenberichte zu diesem Stück vorhanden