10.09.2010

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Gewaltig und vielversprechend beginnt die Spielzeit mit Tom Waits' Musical...

SCHERBENGERICHT: DSE am Fränkischen Theater Maßbach
Am 10. September feiert das Schauspiel Scherbengericht von Joel Drake Johnson...

DER GLÜCKLICHE PRINZ am Theater Nordhausen
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THE BLACK RIDER – Teufelsritt in Marburg und Wiesbaden
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HARRY UND SALLY: DSE am Theater Bielefeld
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SCHLAFES BRUDER: Der Roman als Kammerspiel in Frankfurt
Das Schauspiel Frankfurt bringt am 27. September den Erfolgsroman Schlafes...

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MOBY DICK: UA am Theater Kiel
Am 9. Juli tauchte erstmals Moby Dick in einer Produktion des Theater Kiel am...

NEU BEI FBE: Nachwuchsdramatiker Ekat Cordes
Mit seinem Stück Ewig gärt katapultierte Ekat Cordes im Frühjahr "eine...


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Bild von Ursula Rani SarmaSarma, Ursula Rani

Ursula Rani Sarma wurde 1978 in der Grafschaft Clare in der Republik Irland geboren. Sie studierte am University College Cork, wo sie zusammen mit der Produzentin Kate Neville 1999 die Djinn Theatre Company gründete, mit der ihr erstes Theaterstück Durchgebrannt uraufgeführt wurde; die Produktion wurde im gleichen Jahr auf dem Edinburgh Festival gezeigt.

Seither hat sie Hörspiele für RTE geschrieben und Stückaufträge durch das Abbey Theatre, das National Theatre London, National Theatre of Ireland, Paines Plough und das Traverse Theatre Edinburgh erhalten.

Für ihr Stück Blau wurde sie für den Stuart Parker Award nominiert und mit dem Irish Times/ESB Theatre Bursary ausgezeichnet. 2004 erhielt sie dafür den Publikumspreis des Heidelberger Stückemarkts. Die Superhelden wurden im Rahmen des renommierten Jugendtheaterprogramms Shell Connections in über 30 Produktionen in UK, Irland und Europa gezeigt, bevor es im Juli 2006 am National Theatre in London präsentiert wurde.


Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:

2006: Bensheimer Theaterpreis für die Inszenierung der deutschsprachigen Erstaufführung von Durchgebrannt

2004: Einladung zum Heidelberger Stückemarkt mit Blau, Publikumspreis.

 

Die Superhelden

(The Spider Men)
Deutsch von Anna Opel
3D, 7H
UA: 13.07.2006, National Theatre London
DSE: 03.02.2008, Niedersächsisches Staatstheater Hannover
(Im Rahmen von Shell Connections wurde das Stück im Vorfeld in über 30 Produktionen in UK, Irland und Europa präsentiert.)

David überredet Michael, mit ihm über Nacht im Wald zu campen: Abhauen, Comics lesen, den Eltern mal zeigen, dass sie ihnen nicht einfach mehr Vorschriften machen können. David hasst seine Mutter und will ihr eine Lektion erteilen. Das Problem ist nur, dass Michael viel lieber nach Hause gehen würde. Er mag seine Eltern, er will nicht, dass sie sich Sorgen machen, und bald ist ihm so kalt, dass er seine Füße nicht mehr fühlen kann.

Darren will, dass Karen ihn mag und dass die Leute netter zu Stoner sind, der niemanden zum Reden hat. J.T. will mit Jacob Schluss machen, weil der Angst hat, zu seiner Geburtstagsparty zu kommen – es könnte ja jemand mitkriegen, dass sie zusammen sind. Stoner möchte, dass alle mehr zuhören und weniger reden, dass sie Dichter sind, Propheten und einfach ehrlich.

Und dann sind da noch diese neuen Armbänder, über die alle Welt redet. Zumindest alle in der Schule. Die sind für die Mädchen, sollen zur Abschlussparty getragen werden, und ihre Farbe zeigt allen, wie viel sexuelle Erfahrung man schon hat. Karen weiß, dass das Blödsinn ist, will aber nicht ausgelacht werden. Michelle trägt alles, was ihr Aufmerksamkeit verschafft, und Nigel findet das Ganze super ... so lange Jungs sowas nicht machen müssen.

Währenddessen wartet Sarah ungeduldig darauf, ihrem Bruder David und Michael, den sie heimlich anhimmelt, ihren neuen Nasenring vorzuführen. Sie will, dass er sie cool findet, dass er sieht, dass sie nicht mehr klein ist, dass sie als Freundin in Frage kommt. Aber die Jungs kommen in dieser Nacht nicht nach Hause. Auch in der nächsten nicht.

Das Verschwinden von David und Michael und die bittere Erkenntnis, dass einer der beiden nicht mehr zurückkehren wird, zwingt die Jugendlichen, innezuhalten und ihre Werte zu überdenken, ihre eigene Persönlichkeit zu finden, jenseits der Konventionen des Teenager-Labels und der Gesellschaft, und im Chaos des Gruppenzwangs nach ihrer eigenen Identität, Wahrheit und Ehrlichkeit zu suchen.


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