21.11.2017

Aktuelle Nachrichten

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Jaime SalomSalom, Jaime

Jaime Salom, in Barcelona geboren, studierte Medizin und wurde Augenarzt. Diesen Beruf übte er neben seiner Beschäftigung mit der Literatur bis 1990 aus, um sich dann voll und ganz dem Theater zu widmen. Bis 1995 war Salom Mitglied im Theaterrat des Kulturministeriums. Er war Berater ad honorem bei der Sociedad General de Autores, Präsident der Vereinigung "Médicos Escritos Españoles" und außerdem Mitglied der "Real Academia de Medicina" von Asturias y Leon. Seine Stücke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und dienten als Vorlage für Verfilmungen.

Sein Stück Les Demoiselles d'Avignon erhielt den Premio de la Crítica de Madrid als bestes Theaterstück des Jahres 2001 und wird erfolgreich in Spanien und Paris aufgeführt.

Jaime Salom starb am 25. Januar 2013.

 

Entschuldigen Sie die Störung

(Perdonen las molestias)
Monolog
Deutsch von Hartmut H. Forche (Mitarbeit Jaime Roman B.)
1H
frei zur DSE

Emiliano ist Ende Fünfzig und mit den Nerven so ziemlich am Ende. Nicht nur, dass sein jüngerer, komplett inkompetenter Kollege ihm die längst fällige Beförderung vermasselt hat, dass sein Chef ihn, zwar mit Häppchen und Händeschütteln, aber doch endgültig vor die Tür gesetzt hat und er nun zum unfreiwilligen Frührentnerdasein verdammt ist, nein, auch das Familienleben ist nicht mehr das, was es mal war. Sein Sohn Ricardo, mittlerweile über dreißig und noch immer nicht flügge geworden, lebt von der Sozialhilfe und der Gutmütigkeit seiner Eltern. Seine halbherzigen Versuche, einen Job zu finden, sind gescheitert und bei Muttern hat er es sich ganz bequem eingerichtet. Mit seinen ständigen Telefonaten und seinem enervierenden Schlagzeugspiel treibt er Emiliano auf die Palme. Die beste Zeit mit sein Frau Conchita ist auch lange vorbei, da helfen selbst leidenschaftliche Träume über die attraktive Sekretärin seines Chefs nicht mehr weiter. Kurz und gut – Emiliano hat die Nase voll. Er fühlt sich als Sklave der Familie und will endlich wieder frei sein – wie sein Freund Lopetegui, der seine Frau mit einem „Au Revoir“ an der Tür und der Schwester des Hausmeisters verlassen hat. Zeit für unerfüllte Träume, Zeit, um endlich das Glück zu suchen, das er in den 35 Jahren seiner Ehe nicht gefunden hat. Aber nichts ist so einfach, wie es scheint, und auf Emiliano wartet noch so manche Überraschung ...
Glücklicherweise ist Emiliano nicht allein in seinem Kampf gegen die Ungerechtigkeit – sein Fernsehapparat steht ihm jederzeit als Partner, als alter ego oder auch als schlechtes Gewissen zur Seite und diskutiert mit ihm über die Jugend, das Alter und das ganze Leben.


Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.