30.07.2010
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![]() | Hilling, Anja |
Anja Hilling, geboren 1975, gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. 2002 bis 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Hier entsteht auch ihr erstes Theaterstück Sterne, mit dem sie zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens
2003 eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik ausgezeichnet wird.
Im Sommer 2003 nimmt Anja Hilling an der "International
Residency" am Royal Court Theatre in London teil. Ihr Stück Mein junges idiotisches Herz wird
im Oktober 2004 beim Wochenende junger Dramatik an den Münchner Kammerspielen vorgestellt und im März 2005 am Theaterhaus Jena uraufgeführt. Das Stück wird zu den Mülheimer Theatertagen 2005 eingeladen. Das Schweizer Radio DRS2 produzierte eine Hörspielfassung (Erstsendung Februar 2006).
Anja Hillings drittes Stück Monsun wird 2005 am Schauspielhaus Köln uraufgeführt. Mit ihrem Stück Protection wird sie zu den Autorentheatertagen 2005 am Thalia Theater Hamburg eingeladen. Die Uraufführung findet im Oktober 2006 am Maxim Gorki Theater, Berlin statt.
Eine Einladung der Autorin zu den Werkstatttagen 2005 am Burgtheater Wien folgt, wo sie Bulbus fertigstellt, das dort auch im März 2006 uraufgeführt wird. Bei der Kritikerumfrage von theater heute 2005 wird Anja Hilling zur Nachwuchsautorin der Saison gekürt.
Engel wird im September 2006 an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Im September 2007 wird Sinn, das Anja Hiiling für eine Koproduktion zwischen der Comédie de St. Etienne und dem Thalia Theater Hamburg schreibt, in französischer und deutscher Sprache inszeniert. Im Oktober 2007 wird Schwarzes Tier Traurigkeit, ein Auftragswerk für das Schauspiel Hannover, dort in der Regie von Ingo Berk uraufgeführt.
2008 inszeniert Rafael Sanchez die Uraufführung des Auftragswerks Nostalgie 2175 am Thalia Theater Hamburg. 2009 schreibt Anja Hilling ein neues Stück für das Thalia Theater Hamburg, Radio Rhapsodie, das dort im Rahmen der "Langen Nacht der Autoren" im Mai in der Regie von Andreas Kriegenburg uraufgeführt wird.
Zurzeit schreibt Anja Hilling ein neues Stück für das Schauspielhaus Wien.
Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:
2009: Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit dem Auftragswerk Radio Rhapsodie
2005: "Nachwuchsautorin der Saison" (Kritikerumfrage von "theater heute"); Einladung zu den Werkstatttagen an der Burg 2005, Burgtheater Wien; Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Protection; Einladung von Mein junges idiotisches Herz zu den Mülheimer Theatertagen (Werkstattinszenierung der Münchner Kammerspiele)
2003: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens mit Sterne und Auszeichnung mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik; "International Residency" am Royal Court Theatre, London
1D, 2H
UA: 02.04.2008, Thalia Theater Hamburg
Im Jahr 2175 hat sich die Temperatur auf 60 °C eingependelt, die Sonne ist verschwunden, ins Freie kann man nur noch mit Schutzkleidung gehen. Die Menschen haben sich arrangiert. Und sind trotz allem glücklich oder versuchen zumindest, es zu sein.
Pagona verliebt sich in den Tapetenmaler Taschko, der immer Szenen aus alten Filmen, aus der Zeit der Jahrtausend-Wende malt. Als es noch Tiere und Pflanzen gab, und Farben und Geräusche. Sie darf Taschko nicht berühren. Deshalb schläft sie mit dessen Chef Posch. Ihm gehört das Filmarchiv, aus dem Taschko seine Bilder zieht; es umfasst nur noch die Buchstaben D, I, M und N.
Pagona wird schwanger von Posch; es wird das erste Baby seit Jahrzehnten sein, das auf natürliche Art gezeugt wurde. Ein Wunder. Die Chancen, die Geburt zu überleben, sind verschwindend gering. Aber das Baby soll leben: "Es bedeutet mehr Glück denn je, das Licht dieser Welt zu erblicken.", sagt Pagona.
Anja Hillings Stück Nostalgie 2175 ist eine sprachgewaltige Liebeserklärung an die Vergangenheit, an verschwundene Welten und versunkenes Glück. Gleichzeitig beschreibt es die Unmöglichkeit, in der Gegenwart glücklich zu sein. Eher Gedicht als dramatischer Text, berührt das Stück die Ränder des Sagbaren und entzieht sich den gängigen Kriterien und Genres. Ist es eine Zukunftsutopie oder eine Gegenwartsbeschreibung?
Nostalgie 2175 entstand als Auftragswerk für das Thalia Theater Hamburg und wurde dort im April 2008 unter der Regie von Rafael Sanchez uraufgeführt.
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