10.09.2010
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![]() | Lollike, Christian | |
| Foto: Jan Jul | ||
Christian Lollike, Jahrgang 1973, arbeitete als Regieassistent von Miguel Rubio am Yayachakani Theater in Lima, Peru, und ist Gründungsmitglied von "The Sheriff", einer Gruppe, die dem vorhersehbaren Theater den Kampf angesagt hat. Im Jahre 2001 schloss er sein Studium des Szenischen Schreibens am Theater Aarhus ab. Zu seinen Werken zählen Hörspiele, Drehbücher und mehrere Theaterstücke, von denen der Einakter "Reunion in Brunau" im Jahre 2000 am Theater Aarhus uraufgeführt wurde.
Sein erstes abendfüllendes Theaterstück Verzeihung, ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn? wurde am 20. September 2003 am Stadttheater Boras, Schweden, uraufgeführt. 2004 folgte die Uraufführung seines Stückes Sexy Sally (Dom over skrig) am Katapult-Theater in Aarhus (Dänemark).
In Deutschland kam im Herbst 2005 die von ihm erstellte Theaterfassung nach Lars von Triers Film "Dogville" am Staatstheater Stuttgart zur Uraufführung. Ebenfalls 2005 wurde er in seinem Heimatland Dänemark mit dem Theaterpreis der Theaterzeitschrift Teater1 ausgezeichnet.
Die dänische Hörspielproduktion von Christian Lollikes Stück Das Wunderwerk - The RE-Mohammed-TY Show wurde im Herbst 2006 in Berlin mit dem Prix Europa
in der Kategorie "Bestes europäisches Hörspiel des Jahres 2006"
ausgezeichnet (Denmarks Radio; Regie: Daniel Wedel).
2008 schrieb er Cosmic Fear oder Der Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam als Auftragswerk für das Maxim Gorki Theater Berlin, wo es in der Spielzeit 2008/09 Premiere hatte.
2009 entstand im im Rahmen des Projekts "After the Fall. Europa nach 1989" im Auftrag des Goethe-Instituts das Stück Die Geschichte der Zukunft.
Auszeichnungen:
2005: Preis der dänischen Theaterzeitschrift "theater1"
(Kosmik Frygt eller Den dag Brad Pitt fik paranoia)
Basierend auf Recherchen und Textfragmenten
von Jens Christian Lauenstein Led
Deutsch von Gabriele Haefs
3 Darsteller
UA: 06.06.2009, Maxim Gorki Theater Berlin
Brad Pitt möchte einen Film drehen. Einen Film über die Klimakatastrophe. Doch sein Produzent rät ab: "In dem Film fehlt ein Antagonist. Ein Schurke. Das Wetter taugt nicht als Schurke, Brad." Es entspinnt sich eine Debatte unter Hollywoodstars, Klimaexperten und Aktivisten – und solchen, die es sein wollen. Stets im Zentrum steht die Frage nach der moralischen Verantwortung sowie der Notwendigkeit und den Möglichkeiten zu handeln.
Christian Lollike entwirft in seinem Theatertext eine sich mehrfach überlagernde Schleife von Fiktionsebenen. Er lässt drei Darsteller in unterschiedliche Spielhaltungen und -situationen schlüpfen und versteht es allein durch die Kraft der Sprache reizvolle Bühnensituationen entstehen zu lassen.
Die Darsteller A, B und C bewegen sich sprachlich und szenisch zwischen Gartenparty in Hollywood und Endzeitszenario: zwischen Liebesszene und politischer Diskussion, zwischen Politikteil und 'Vermischtes'. Die Geschichte von dem Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam, erzählt auf kluge und absurd komische Weise von ausweglosen "Metahöllen der Selbstreflektion" und anderen kosmischen Katastrophen, beispielsweise der Unfähigkeit zu handeln.
Cosmic Fear oder Der Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam ist als Auftragswerk des Maxim Gorki Theaters Berlin entstanden und wird dort im Juni 2009 uraufgeführt.
Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.
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