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Anton und Gerda

von Hans Fallada
Roman von Hans Fallada



Anton Färber, achtzehn Jahre alt und Abiturient mit gut mittelständischem familiären Hintergrund, verliebt sich in die wesentlich ältere Prostituierte Gerda Loo. Seine Liebe findet Widerhall und das  unkonventionelle Paar entflieht dem für sie lebensungünstigen, moralisch sauren Kleinbürgerbiotop. Sie brennen an die Ostsee durch. In ein Freiheitsidyll aus Sonne, Meer und Liebe. Doch Antons Eltern spüren sie auf und wollen ihren rechtschaffenen Jungen zurückholen. Doch dieser will mit Gerda zusammenbleiben und mit ihr gemeinsam von ihren Liebesdiensten leben.

Anton und Gerda entstand zwischen 1921 und 1922 auf Rügen. Im Gegensatz zu Hans Falladas erstem Roman Der junge Goedeschal ist er nicht in der Ich-Form geschrieben. Er besitzt einen differenzierenden auktorialen Erzähler. Neben dem stürmerischen Expressionismus ist auch Falladas feines Gespür für Dialoge und Situation zu erkennen. Anton und Gerda ist ein moralischer Roman. Er kämpft an gegen eine Doppelmoral von Staat und Kirche, die Menschen wie Gerda systemimmanent braucht und benutzt, aber im Systemideal ablehnt, und setzt gesellschaftlichen Restriktionen eine naive Liebe entgegen. Gerda ist die erste in einer Serie von starken, mütterlichen Frauenfiguren, die dem Leben und den widrigen Umständen bedingungslos und unerschüttert trotzen.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken Hans Falladas zu erstellen.