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Damals bei uns daheim

von Hans Fallada
Erlebtes, Erfahrenes und Erfundenes



Hans Fallada erzählt in Damals bei uns daheim von den heiteren, schnurrigen Seiten seiner Kindheit und Jugend im „reichsgerichtlichen“ Elternhaus im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In bunten, anschaulichen Bildern berichtet er von Familienfeiern, kindlichen Freundschaften und Nöten und von den Zwängen des Wilhelminischen Schulsystems. Von Schwierigkeiten im Berliner Scheunenviertel, einem aufreibenden Prozess um einen Wasserschaden, der Inflation, Gepäckdroschken, Bahnfahrten und der strengen Erziehung durch die Eltern. Dem Buch, erstmals 1941 erschienen, stellt Fallada ein Wort an die „liebe Verwandtschaft“ voran: „So habe ich die Eltern gesehen, so die Geschwister, so die gesamte Verwandtund Bekanntschaft! Ihr seht sie anders? Geschwind, schreibet Euer Buch! Meines bleibt mir darum doch lieb – als ein Gruß an die versunkenen Gärten der Kinderzeit.“

Damals bei uns daheim ist ein Rückblick Falladas auf seine Kindheit und Jugend. Ein biographischer, aber auch ein höchst fiktionalisierender, verklärender. Seine Memoiren sind poetisierte Biographie. Ausgespart wurden die Jahre der Heilanstalten, Gerichtsverfahren und Strafvollzüge, das Verlorensein in der Sucht und der Welt. In seinen Memoiren gewährt er den geschönten Erinnerungen Platz. Die Auseinandersetzung mit seinem schweren persönlichen Schicksal findet in der eindeutig deklarierten Fiktion statt, etwa im Roman Der Trinker.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken Hans Falladas zu erstellen.