www.felix-bloch-erben.de

Der Alpdruck

von Hans Fallada
Roman von Hans Fallada



Der Schriftsteller Dr. Doll lebt mit seiner wesentlich jüngeren Frau am Rande einer Kleinstadt in der Nähe von Berlin. Der Krieg ist fast zu Ende, die Rote Armee rückt unaufhaltsam näher. Doll, von den Jahren des Naziregimes ernüchtert und psychisch angeschlagen, begrüßt die russische Macht enthusiastisch. Diese Freude wird jedoch nicht erwidert, er und seine Frau werden zum Arbeitsdienst eingeteilt.

Zufällig fällt er aber der russischen Kommandantur auf und diese lässt ihn eine Rede halten, die für die Einwohner der  Stadt die Stunde Null einläuten soll. Als Belohnung wird der früher sehr unbeliebte Bürger zum Bürgermeister ernannt.  Doll fällt es schwer, seine Pflichten zu erfüllen. Er stiehlt sich fort und flüchtet sich vor den quälenden Fragen in den  Drogenrausch. Im Chaos des zerbombten Berlins entgleitet ihm auch seine junge, morphiumsüchtige Frau, und er hat  um zwei Leben zu kämpfen, als er zaghaft beginnt, wieder an eine Zukunft zu glauben.

Dieser Roman ist ein schonungsloses „document humain“ der Nachkriegszeit, wie Fallada selbst schrieb, „ein möglichst  wahrheitsgetreuer Bericht dessen, was deutsche Menschen von April 1945 bis in den Sommer hinein fühlten, litten,  taten.“ Er ist erschütternd geprägt von Falladas eigenen Erlebnissen am Kriegsende und weist einige Parallelen auf. Ein Zeitdokument, das beweist, dass Hans Fallada weit mehr als Schriftsteller der Inflationsjahre war und es neben seinen großen Zeitromanen der zwanziger Jahre noch mehr Stoffe zu entdecken gibt.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken Hans Falladas zu erstellen.