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Dies Herz, das dir gehört

von Hans Fallada
Roman von Hans Fallada



Eine anmutige, nicht alltägliche Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen jungen Menschen: dem weichen und verwöhnten Jungen aus gutem Hause, der erfahren möchte, wer er wirklich ist, und der lebensklugen, schönen Verkäuferin aus der Markthalle am Berliner Alexanderplatz, die mit ungebrochener Kraft ihre Liebe durch alle Gefährdungen steuert. Wie ein Blitz trifft es sie bei ihrer ersten Begegnung in der lauten, vollen Kneipe am Berliner Alexanderplatz, zwischen all den Fleischergesellen, Botenjungen, Käsefräulein. Johannes Wiebe und Johanna Lark – Hannes und Hanne. Sie sind füreinander bestimmt, das wissen sie. Die Kraft ihrer Liebe überwindet alle Widrigkeiten. Ein Märchen, gewiss, denn wo könnte das Gute noch so sicher über das Böse siegen. In dieser einfachen, schlichten Konstruktion legt Hans Fallada das ganze erzählerische Gewicht auf die originellen Figuren und das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Liebenden, die sich schließlich als lebende und Nehmende immer ähnlicher werden.

Dies Herz, das dir gehört sollte eigentlich ein Film werden: mit Zarah Leander und Mathias Wieman in den Hauptrollen. In 16 Arbeitstagen, im Schreibfieber wie immer, bringt Fallada das Manuskript zu Papier. Am 5. November 1939 sendet er es dem Tonfilmstudio Carl Froelich & Co., doch sein Auftraggeber ist unzufrieden, er wünscht Veränderungen. Noch deutlichere Zugeständnisse an die NS-Propaganda oder wirkungsvollere Szenen für die Hauptdarstellerin? Fallada quält sich mit der Überarbeitung, doch schließlich bleibt das ganze Projekt im Studio auf der Strecke. Keine Rede mehr vom Film, aber auch nicht mehr vom Manuskript. Das erschien erstmals 1994 im Aufbau-Verlag.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken Hans Falladas zu erstellen.