08.09.2010

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WOYZECK: ÖEA in Linz und Premiere in Bielefeld
Gewaltig und vielversprechend beginnt die Spielzeit mit Tom Waits' Musical...

SCHERBENGERICHT: DSE am Fränkischen Theater Maßbach
Am 10. September feiert das Schauspiel Scherbengericht von Joel Drake Johnson...

DER GLÜCKLICHE PRINZ am Theater Nordhausen
Der glückliche Prinz zieht ab dem 12. September am Theater Nordhausen in...

THE BLACK RIDER – Teufelsritt in Marburg und Wiesbaden
Am 18. September besucht The Black Rider gleich zwei Theater und gibt mit der...

STERNE an der Landesbühne Bruchsal
Seltsam und stark leuchtet es ab dem 18. September 2010 an der Badischen...

HARRY UND SALLY: DSE am Theater Bielefeld
Sex oder Freundschaft oder doch Liebe? Dieses Spektrum menschlicher...

SCHLAFES BRUDER: Der Roman als Kammerspiel in Frankfurt
Das Schauspiel Frankfurt bringt am 27. September den Erfolgsroman Schlafes...

Dritte Ausgabe der SCHREIB:MASCHINE in Berlin
Am 11. Oktober findet zum dritten Mal ein besonderes Projekt in Berlin statt,...

MOBY DICK: UA am Theater Kiel
Am 9. Juli tauchte erstmals Moby Dick in einer Produktion des Theater Kiel am...

NEU BEI FBE: Nachwuchsdramatiker Ekat Cordes
Mit seinem Stück Ewig gärt katapultierte Ekat Cordes im Frühjahr "eine...


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Bild von Ursula HauckeHaucke, Ursula

Ursula Haucke wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute noch lebt. Für den RIAS Berlin schrieb sie zahlreiche Einzelbeiträge, aber auch langjährige Sendereihen wie z. B. "Erziehungstips – musikalisch verpackt". Für die Reihe "Papa, Charly hat gesagt" zeichnete sie als Hauptautorin verantwortlich (etwa 240 Folgen). Sie schrieb zahlreiche Drehbücher für das Fernsehen, u.a. zu den WDR-Serien "Die Montagsfamilie" und "Solange es gut geht...". Außerdem veröffentlichte sie zehn Bücher, darunter "Bei Oma ist immer was los" und "Papa, Charly hat gesagt".

 

Neues von Kellermanns

Komödie in vier Bildern
1D, 1H
frei zur UA

Ursula Haucke serviert nach ihrem legendären Frühstück bei Kellermanns eine weitere Portion klug beobachtetes und treffend witzig beschriebenes Eheleben und lädt in Neues von Kellermanns zu einem Wiedersehen mit Lotte und Rudi Kellermann ein.

Die ra(s)tlos besorgten Eltern von damals sind mittlerweile zu gelasseneren Großeltern geworden und stehen kurz davor, mit der Goldenen Hochzeit ihr fünfzigjähriges Eheleben zu feiern. Und das ist, wie sollte es bei den zwei liebenswerten Streithähnen anders sein, kein bisschen langweilig geworden. Mit einem riesigen Karton Fotos werden die Erinnerungen der vergangen Jahre ins Leben gerufen. Die Kinder sind längst flügge und die Kellermanns haben turbulente Zeiten hinter sich gebracht. Mit amüsant liebevoller Schlagfertigkeit werfen die beiden einen Blick zurück, der aber schnell von aktuellen Turbulenzen unterbrochen wird. Mysteriöse Anrufe lassen Heimlichkeiten der Eheleute vermuten. Was deutet Lotte damit an, dass sich ihr Rudi bald mit Erbsensuppe selbst versorgen muss, und warum verlangt ein Anwalt nach Herrn Kellermann? Das erste Rätsel löst sich bald. Lotte muss wegen einer Leisten-OP einen Krankenhausaufenthalt hinter sich bringen und macht Rudi so zum Strohwitwer. Doch die Entbehrung ist nur von kurzer Dauer. Lotte kehrt wohlauf zurück und die Goldene Hochzeit kann beschwingt gefeiert werden. Doch eine Sache macht Lotte trotz geglückter OP noch Bauchschmerzen: Die Mietwohnungen im Haus sollen in Eigentumsobjekte umgesetzt werden. Ein Auszug aus der alteingesessenen Wohnung scheint unvorstellbar, doch das Ersparte reicht nicht zum Kauf - soweit Lotte weiß. Und da bleibt ja noch die Frage, was dieser Anwalt bloß von Rudi Kellermann will ...

Die Figuren Hauckes haben auch 27 Jahren nach der Uraufführung von Frühstück bei Kellermanns im Jahr 1982 nichts an Spritzigkeit und Authentizität verloren. Wie damals werden wir zu Beobachtern von Szenen einer Ehe, die aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen und dazu mit einer großherzigen Portion Humor und Ironie versehen sind.



Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.