21.02.2018

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

Begleiterscheinungen
von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
von Paul Graham Brown

Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Tommy NohillyNohilly, Tommy

Der Schauspieler Tommy Nohilly, geboren in der Brox, aufgewachsen in New Britain, Connecticut, war u. a. Mitglied der US-Marine. Er arbeitet außerdem als Kellner, Türsteher, Barmann und Wachmann, bevor er am playwriting program der Columbia University teilnahm, das er im Jahr 2006 mit Ein Fleisch und Blut abschloss. In der Off-Broadway-Produktion von Ein Fleisch und Blut der New Group spielte Hollywoodstar Ethan Hawke den älteren Sohn Travis. Das Stück war 2011 bei den Outer Critics Circle Awards in der Kategorie "Outstanding New Off-Broadway Play" nominiert.

 

Ein Fleisch und Blut

(Blood From a Stone)
Deutsch von Anna Opel
3D, 3H
UA: 06.01.2011, Acorn Theatre New York
frei zur DSE

Margaret und Bill leben unter ein- und demselben löchrigen Dach. Wenn sie einander ansprechen, hagelt es wüste Beschimpfungen. Bill traktiert seine Familie mit unkontrollierten Wutausbrüchen und geht ansonsten gern mit seiner übergewichtigen Freundin essen. Margaret ist für alle da, nur nicht für Bill, verhätschelt ihre Katze und hütet die Enkelkinder. Matt, der jüngere Sohn, hat erdrückende Spielschulden und jede Menge Eheprobleme. Tochter Sarah arbeitet bis zum Umfallen und versucht verbissen, ihren Kindern ein besseres Leben zu bieten. Trav, der älteste Sohn, führt beruflich und privat ein unstetes Leben. Als er auf Stippvisite zu Hause weilt, nimmt das Drama seinen Lauf. In unterschiedlichen Konstellationen treffen die Familienmitglieder aufeinander, und immer deutlicher offenbart sich die Gegenwart als klaffender Abgrund aus Lügen und Verdrängung. Während das Haus buchstäblich einstürzt, zerfällt auch eine zaghafte Hoffnung zu Staub, und bittere Wahrheiten drängen ans Licht. Was einmal ein Zuhause gewesen sein mag, versinkt krachend im Chaos.

Tommy Nohillys raues Drama über eine frappierend kaputte Familie provoziert durch die derbe Sprache und den ultimativ desolaten Zustand der kleinsten Zelle der amerikanischen Gesellschaft. Dabei sind die Figuren mit einer immensen Portion Sympathie und Witz gezeichnet. Die Wunden werden unabsichtlich geschlagen, aus innerem Zwang oder existentieller Not heraus – ganz nebenbei. Erklärungen gibt es keine.
Eugene O’Neill und Tracy Letts lassen grüßen in diesem finster-komischen Kleinbürgerdrama.

Die Übersetzung des Stücks liegt Mitte Oktober vor. Bis dahin nehmen wir gern Vorbestellungen entgegen.

Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.