22.02.2018

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Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Der Vogelhändler

Operette in 3 Akten
von Moritz West und Ludwig Held
Textliche Neubearbeitung: Glado von May und Richard Bars
Szenische Einrichtung: Glado von May
Musik von Carl Zeller
6D, 8H, Chor, Ballett
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, Trp I, II, Pos I, II, III, Pk, Schl, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 10.01.1891, Theater an der Wien Wien

Baron Weps, Jagdmeister des Kurfürsten, muss feststellen, dass die Bauern alles Wild abgeschossen haben. Sie versprechen dem bestechlichen Baron zahme Schweine als Ersatz und zahlen ein stattliches Schweigegeld. Das kommt Weps gerade recht, um die Schulden seines geliebten, aber liederlichen Neffen, Graf Stanislaus, zu begleichen. Als der Kurfürst die Jagd kurzfristig absagt, muss Stanislaus dessen Rolle spielen. Zeitgleich kommt der Tiroler Vogelhändler Adam wieder einmal in die Gegend. Eigentlich wollte er hier die Postangestellte Christel heiraten und sich um die Stelle des kurfürstlichen Menageriedirektors bewerben. Doch momentan hat er nur Augen für die hübsche Bäuerin Marie, die er unterwegs kennengelernt hat. Marie ist jedoch die "Kurfürstin", die ihrem Gemahl Stanislaus nachspioniert. Der gefällt sich inzwischen in der Rolle des Kurfürsten, erteilt Audienzen im Pavillon. Dort spricht Christel für ihren Adam um die Stelle vor und erhält eine Zusage. Doch Adam vermutet anrüchige Liebesdienste seiner Christel, und die Kurfürstin, die ihren Mann nur zu gut kennt, ein Rendezvous. Wütend weist Adam seine Christel, aber nicht die Stelle ab.

Unterdessen bangt Baron Weps um seinen Neffen Stanislaus, dem jetzt der Schuldturm droht. Einziger Ausweg ist die Heirat mit der ebenso begüterten wie bejahrten Baronin Adelaide. Doch Christel entlarvt den vermeintlichen Kurfürsten, Adam darf den Richterspruch fällen und bestimmt in seiner Eifersucht, dass Graf Stanislaus Christel heiraten muss. Als er Zeuge von Christels standhafter Weigerung wird, bittet er um Verzeihung. Die Versöhnung gelingt, und das junge Paar will so schnell wie möglich zurück nach Tirol.

Diese Bearbeitung geht vom Textbuch der Urfassung aus. Das Original-Libretto wurde sorgfältig retuschiert, Altertümlichkeiten entfernt und dem heutigen Empfinden angepasst.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.