22.11.2017

Aktuelle Nachrichten

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Eduard KünnekeKünneke, Eduard

Eduard Künneke wurde als Spross einer niedersächsischen Kaufmannsfamilie am 27. Januar 1885 in Emmerich am Rhein geboren. Während seines Studiums an der Berliner Musikhochschule avancierte er zum Meisterschüler Max Bruchs. Nach dem Abschluss des Studiums war er zunächst als Liedbegleiter, Musiklehrer und als Leiter eines Männergesangsvereins in Potsdam tätig, ehe er 1907 Chordirektor am Neuen Operettentheater Berlin wurde. Danach war er bis 1911 Kapellmeister am Deutschen Theater Berlin.

1909 erlebte seine Oper "Robins Ende" ihre erfolgreiche Uraufführung in Mannheim. Nach dem Singspiel "Das Dorf ohne Glocke" (1919), das den Stellenwert einer "Volksoper" beanspruchen darf, hatte er 1921 einen durchschlagenden Erfolg mit dem "Vetter aus Dingsda" ("Ich bin nur ein armer Wandergesell", "Der Roderich, der Roderich", "Ganz unverhofft kommt oft das Glück"), neben der "Glücklichen Reise" ("Das Leben ist ein Karussell", "Warum? Weshalb? Wieso?", "Am Amazonas", 1932) Künnekes bekanntestes Stück. Nach Liselott (1932), "Die große Sünderin" (1935) und einer Reihe weiterer Werke beendete er seine Laufbahn als Operettenkomponist 1949 mit "Hochzeit mit Erika".

Neben dem Theater widmete sich Eduard Künneke dem Film und der Komposition instrumentaler Werke. Er starb im Oktober 1953.

 

Die Wunderbare

Operette in drie Akten
von Kurt Adalbert und Just Scheu
Musik von Eduard Künneke
9D, 4H, Chor, Ballett
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II (alternativ Sax I, II, III), Fg I, II, Hr I, II, Trp I, II, Pos, PK, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 1941, Stadttheater Fürth Fürth

Die Schwestern Angéline und Annette Armont haben einen Modesalon eröffnet. Finanziell unterstützt werden sie vom Gewürzkrämer Emile Roger, der Angéline sehr nahe steht. Als seine Frau die heimliche Teilhaberschaft am Salon „A & A“ entdeckt, gibt sich Schwester Annette als Mann aus. Mit Gatte „Alphonse“ ist das Problem der eifersüchtigen Suzanne zwar gelöst, die Verkleidung zieht jedoch weitere Verwicklungen nach sich. Annette hat zuvor im Dichter Debuysse einen Verehrer gefunden, verschüchtert schickt der seinen Freund Kapitän Ernest Flavart vor. Dieser wiederum verliebt sich auf der Stelle in Angéline, sieht sich mit der Existenz eines Ehemanns konfrontiert. Gleichzeitig findet Suzanne Gefallen an „Alphonse“.

Auf einer Modenschau im Salon „A & A, soll die neueste Damenmode vorgestellt werden: La Merveilleuse - Die Wunderbare. Ein perfektes Verwirr- und Versteckspiel entwickelt sich: Annette muss abwechselnd als „Annette“ und „Alphonse“ erscheinen. Flavart macht Angéline weiter den Hof, ist aber auch für Suzanne kein Unbekannter. Der Abend endet für alle drei Paare enttäuschend: Suzanne und Flavart erfahren von der Beziehung Angélines zu Roger und umgekehrt. Debuysse kann immer nur kurze Momente mit seiner verehrten Annette verbringen.

Doch alles klärt sich: Angéline ist nicht Rogers Geliebte, sondern seine uneheliche Tochter. Ebenso ist Flavart nicht der Liebhaber Suzannes, sondern ihr Sohn aus erster Ehe, den sie aus Eitelkeit - sie hat sich 10 Jahre jünger gemacht - vor Roger verheimlicht hat. Tochter Angéline und Sohn Flavart zwingen nun Vater Roger und Mutter Suzanne zur Aufklärung. Dem Glück von Angéline und Flavart steht so nichts mehr im Weg, und auch Annette kann ihre Verkleidung aufgeben und glücklich in Debuysses Arme sinken.

Die Wunderbare ist ein zauberhaftes Singspiel, in dem Künneke seine vielschichtige Kompositionsweise entfaltet. Adalbert und Scheu haben dazu ein spritziges Buch beigesteuert.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.