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UA: "Frau Ada denkt Unerhörtes" am Schauspiel Leipzig
Die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau Ada denkt Unerhörtes...

Neu: "Desperado" von Ton Kas und Willem de Wolf
In den Tiefen ihrer Gedanken sind sie Helden des wilden Westens, im täglichen...

UA: "Was man von hier aus sehen kann" an den Hamburger Kammerspielen
Am 5. September ist die Uraufführung von Mariana Lekys Was man von hier aus...

DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Sally Potter hat das Drehbuch ihres kammerspielartigen Films The Party selbst...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir freuen uns, dass die Stücke unserer Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason,...

Rückblick: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Am 9. August war die Uraufführung von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks...

Neu bei FBE: "Drachenherz" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze,...

Neu: "Bambi" von Oliver Schmaering
Die Wiese wird niemals betreten. Sie ist die Zone der Gefahr. Die Stadttiere...

Hörspiel: "Baader Panik" von Oliver Kluck
In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

UA: "Die überraschend seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe" am Jungen Staatstheater Karlsruhe
Am Jungen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Otto A. Thoß die Uraufführung...

DSE: "Die Reißleine" am Volkstheater Wien
Am 27.9. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die Reißleine am...

DE: "Ein Amerikaner in Paris" am Theater Kiel
Am 28. September ist am Theater Kiel die deutsche Erstaufführung von...

Aktuell: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
Gleich zweimal ist Klaus Chattens Monolog Unser Dorf soll schöner werden in...


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Bild von Karl MillöckerMillöcker, Karl

Karl Millöcker, geb. am 29. April 1842 in Wien, studierte am Wiener Konservatorium Flöte und Theorie und erhielt als 16-jähriger eine Stelle als Flötist im Orchester des Theaters in der Josefstadt. Dort erregte er die Aufmerksamkeit Franz von Suppés, der ihm 1864 die 1. Kapellmeisterstelle am Grazer Landestheater vermittelte.

Zwei Jahre später kehrte Millöcker nach Wien zurück, lernte am Harmonietheater den Dramatiker und Schauspieler Ludwig Anzengruber kennen und komponierte kleinere Stücke und Schauspielmusiken, ehe er als Kapellmeister des Theaters an der Wien (1869 - 1883) mit den Operetten "Gräfin Dubarry" (1879) und Der Bettelstudent (1882) zum jüngsten Großmeister der Wiener Operette aufstieg. Nach Gasparone und "Der Feldprediger" (beide 1884) ließen die schöpferischen Kräfte jedoch nach. Am 31. Dezember 1899 starb er 57-jährig in Baden bei Wien.

 

Der Bettelstudent

Komische Oper in drei Akten
Nach Friedrich Zell und Richard Genée
Textlich und musikalisch neu bearbeitet von Eugen Otto
Musik von Karl Millöcker
3D, 15H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Pk, Schl I, II, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Fl, Klar I, II, Hr I, II, Trp I, II, T.Hr, Pos, Tb
UA: 06.12.1882, Theater an der Wien Wien

Krakau 1704, unter der Herrschaft August des Starken. Der sächsische Gouverneur Ollendorf betritt wütend den Gefängnishof. Die schöne Laura hat ihn auf einem Ball durch einen Fächerschlag ins Gesicht lächerlich gemacht. Dabei hat er die Spröde doch nur auf die Schulter geküsst. Sei’s drum, der Abgeblitzte sinnt auf Rache. Soll doch die adelsstolze Mutter, die polnische Gräfin Palmatica, die ihre mittellose Tochter fürstlich vermählen will, ihr sächsisches Wunder erleben. Hier im Gefängnis will er gleich einen geeigneten Heiratskandidaten aussuchen, mit finanziellen Mitteln ausstaffieren und dann auf die feine Familie Palmatica loslassen.

Der Bettelstudent Symon, der wegen Landstreicherei einsitzt und sein Freund Jan, der als Sympathisant des gestürzten polnischen Königs Stanislaus in Verwahrung genommen wurde, scheinen ihm die richtigen. Symon soll als steinreicher Fürst Wybicki auf Brautsuche gehen, Jan als sein Privatsekretär in Erscheinung treten. Der Plan scheint schneller als erwartet zu gelingen. Kaum haben sich der Fürst Wybicki alias Symon und Laura auf dem Krakauer Ringplatz kennen und lieben gelernt, ist auch schon die Verlobung beschlossene Sache.

Inzwischen hat Jan Symon über seine Identität aufgeklärt. Jan ist Offizier des Königs Stanislaus und plant gemeinsam mit Herzog Kasimir einen Aufstand gegen die Sachsen. Auch Symon will, da er Laura aufrichtig liebt, die Komödie nicht länger mitspielen und gesteht ihr alles in einem Brief. Durch Intrigen wird dieses Geständnis aber abgefangen. Als Laura dann Jan heiratet, glaubt er, dass sie über alles Bescheid wisse. Zu ihrem Entsetzen platzen nach dem Jawort Ollendorf und Jans Mitgefangene in die Feier, entlarven ihn als Schwindler und genießen ihre Rache. Jan wird aus dem Haus gejagt. Unterdessen hat Ollendorf herausbekommen, wer Symon ist und hofft, durch ihn den geheimen Aufenthaltsort Herzog Kasimirs zu erfahren. Symon geht zum Schein darauf ein und überredet Jan, zur Rettung des Vaterlandes nunmehr die Rolle des Herzogs zu übernehmen, sich ausliefern zu lassen und dadurch dem echten Herzog einen strategischen Vorteil zu verschaffen.

Nun ist Ollendorf der Betrogene. Laura aber hat - Fürst hin, Herzog her - ihre wahre Liebe zu Symon erkannt und bekennt sich zu ihm. Kanonendonner verkündet die Rettung. Der echte Kasimir hat die Stadt eingenommen, die Sachsen entwaffnet und macht Symon als Dank für seine Hilfe zum Grafen, womit einem auch standesgemäß vertretbaren glücklichen Ende nichts mehr im Wege steht.