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UA: "Am Rand" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
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UA: Gewinnerstück "Fische" am Pfalztheater Kaiserslautern
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DSE: "Straight" von Scott Elmegreen und Drew Fornarola in Wien, Hamburg und Berlin
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UA: "Hals zu kurz" von Johannes Hoffmann
Am Feste Theater in Brünn ist am 31. März die Uraufführung von Johannes...

UA: "Wie Großvater schwimmen lernte" von Viola Rohner in Luzern
Wie Großvater schwimmen lernte von Viola Rohner wird am 8. März im Luzerner...

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Edmund de Waal erzählt in seinem Bestseller die Geschichte seiner Vorfahren,...

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Feuchtwanger, Lion

Feuchtwanger wurde am 7. Juli 1884 in München geboren. Er studierte Philologie und Philosophie. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der pazifistisch-sozialkritische Schriftsteller aus Deutschland ausgebürgert; seine Werke fielen der Bücherverbrennung zum Opfer. Feuchtwanger flüchtete nach Frankreich, wo er bis zu seiner Inhaftierung 1940 lebte. Noch im gleichen Jahr gelang ihm die Flucht über Spanien und Portugal in die USA. Zusammen mit Bertolt Brecht und Willi Bredel gab Feuchtwanger hier die Emigrantenzeitschrift "Das Wort" heraus. In seinem ersten historischen Roman, Die häßliche Herzogin (1923, später unter dem Titel "Margarete Maultasch" veröffentlicht), beschrieb er das Leben in Tirol im 14. Jahrhundert. Ihm folgten Jud Süß (1925), ein Roman, der im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, und die Josephus-Trilogie, bestehend aus den Romanen Der jüdische Krieg (1932), Die Söhne (1934) und Der Tag wird kommen (1945).

In seinem dokumentarischen Roman Erfolg (1930) stellte Feuchtwanger die Ereignisse in München ab der Revolution von 1919 bis 1930 dar. Der Roman stellt den ersten Teil seiner "Wartesaal-Trilogie" dar, in der sich der Autor mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzte. Zu Feuchtwangers bedeutenden Werken, die er nach seiner Flucht aus Deutschland im amerikanischen Exil schrieb, gehören Die Geschwister Oppermann (1933) und Exil (1940), der zweite und dritte Teil der "Wartesaal-Trilogie" sowie die Romane "Waffen für Amerika" (1947, auch unter dem Titel Die Füchse im Weinberg erschienen) und Die Jüdin von Toledo (1954, 1955 auch unter dem Titel "Spanische Ballade" erschienen).

Feuchtwanger starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles.

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Lion Feuchtwanger
Autorenbroschüre
Leben und Werk

 

Die Füchse im Weinberg

Roman


Sein letztes Theaterstück Waffen für Amerika schreibt Feuchtwanger 1946 während seiner Vorbereitung für den Roman Die Füchse im Weinberg. Inhaltlich unterscheiden sich die Werke vor allem darin, dass der Roman die Figur der Marie Antoinette ein wenig mehr in den Vordergrund stellt. Da Russland den Roman unter anderem wegen des Titels „Waffen für Amerika“ verbat und es als Unterstützung Amerikas einstufte, wurde das Buch auch unter dem Titel „Die Füchse im Weinberg“ veröffentlicht.

Das Stück spielt in den Jahren nach 1777 in Versailles. Der französische Komödiendichter Beaumarchais, leidenschaftlich für die Sache der Amerikaner eintretend, hofft auf andere Zeiten, die sich nun mit der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der Amerikaner einstellen könnte. Auch Benjamin Franklin hält sich in Paris auf, um für ein Bündnis mit den USA zu werben. Franklin und Beaumarchais schaffen es nicht, trotz gleicher Ziele, an einem Strang zu ziehen. König Louis XVI. ahnt, welche innenpolitische Gefahr das Beispiel der Rebellen für die eigene Monarchie bedeuten könnte und bleibt Franklin gegenüber skeptisch. Zugleich weiß er jedoch, dass das Bündnis wichtig wäre für den Kampf gegen den Erzfeind England. Antoinette, Ehefrau des König Louis XVI. , setzt sich darüber hinweg, trifft sich heimlich mit Franklin und erreicht schließlich sogar eine Aufführung von Beaumarchais, in der die herrschende Kaste aggressiv verspottet wird. Dadurch schürt sie unbewusst den Aufruhr im eigenen Land.
Louis XVI. hat keines seiner Ziele erreicht, er sieht sich genötigt, dem Beispiel Franklins zu folgen und mit England Frieden zu schließen. Am Vorabend der Revolution muss er erkennen: „Die amerikanische Republik ist gegründet, und die französische Monarchie ist verloren.“

Feuchtwanger erklärte nach der Veröffentlichung seines Romans: „Sie werden ohne weiteres verstehen, dass der Held des Romans nicht Benjamin Franklin ist, auch nicht Beaumarchais, auch nicht der König oder Voltaire, sondern jener unsichtbare Lenker der Geschichte, der, im achtzehnten Jahrhundert entdeckt, im neunzehnten Jahrhundert deutlich erkannt, beschrieben und gepriesen wurde, und dann im zwanzigsten Jahrhundert bitter verleugnet und verleumdet wurde: Der Fortschritt.“

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken des Autors Lion Feuchtwanger zu erstellen.


Folgende Stücke gehören zu diesem Werk:

Waffen für Amerika