16.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Franziska SteiofSteiof, Franziska

Die Regisseurin und Autorin Franziska Steiof schrieb zahlreiche Stücke gemeinsam mit dem Komponisten Thomas Zaufke, u. a. Moby Dick für das Theater Kiel, Rosa für das GRIPS Theater Berlin und Die Schneekönigin für das Düsseldorfer Schauspielhaus. Ihre in Co-Autorenschaft mit Volker Ludwig entstandenen Inszenierungen Baden gehn und "Rosa" wurden beide für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. Außerdem entstanden Auftragswerke u. a. für das Staatstheater Hannover, das Junge Schauspielhaus Düsseldorf und das Theater Kiel. Mit Undine, die kleine Meerjungfrau, geschrieben für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf, wurde sie 2010 für den Deutschen Kindertheaterpreis sowie den Mülheimer Kinderstückepreis nominiert. Die Uraufführung von Schöner wohnen eröffnete die Saison 2011/12 am Berliner GRIPS-Theater, die erste unter der künstlerischen Leitung von Stefan Fischer-Fels.
Im Januar 2014 entschied Franziska Steiof, aus dem Leben zu gehen.

 

Michael Kohlhaas

Schauspiel von Franziska Steiof
nach Heinrich von Kleist
3H

Franziska Steiofs Bühnenadaption über den rechtschaffenen Pferdehändler Kohlhaas, der auf seinem Rachefeldzug gegen Korruption und Ungerechtigkeit zum Gewaltverbrecher und Staatsfeind wird, ist für drei Schauspieler geschrieben. Ohne die Tiefe und sprachliche Schönheit der kleistschen Erzählung zu nehmen, komprimiert und dynamisiert Steiof den Text. Es entsteht eine Spielvorlage, in der Kohlhaas immer neuen Hindernissen gegenübersteht, umgeben und angetrieben von zwei Darstellern, die mit komödiantischem Talent von einer Rolle in die nächste schlüpfen und als Erzähler durch das Stück führen. Dabei verwendet Steiof weitestgehend Originaltexte von Kleist, die nur durch Auszüge aus Kleists Briefen ergänzt werden.

">Komm, lass uns etwas Gutes tun und dabei sterben< - so reden Selbstmordattentäter. Es sind die letzten Worte des ehemaligen Pferdehändlers und jetzigen Terroristen Michael Kohlhaas. [...] Fanatikerworte sind in der Fassung zu hören, die Franziska Steiof für das schauspielhannover erarbeitet hat. Mit Fanatikern der Gerechtigkeit, wie auch der Kohlhaas einer war, müssen wir uns heute gezwungenermaßen beschäftigen. Deshalb ist es richtig, an den Stoff zu erinnern." Hannoversche Allgemeine Zeitung