25.02.3795

Aktuelle Nachrichten

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Daniel KeeneKeene, Daniel
Foto: F. Passerini 

Daniel Keene, 1955 in Melbourne, Australien geboren, schreibt seit 1979 für das Theater. Er arbeitete als Schauspieler, Regisseur, Gründer und Redakteur einer Literaturzeitschrift sowie als Übersetzer. Seine Stücke wurden in Australien, in den USA, China, Frankreich, Japan, Portugal und Deutschland gespielt und mit wichtigen literarischen Preisen gewürdigt. Er erhielt zwei Mal den Victorian Premier’s Literary Award for Drama, dreifach den NSW Premier’s Literary Award for Drama, den Adelaide Festival Award for Literature, den Wal Cherry Play of the Year Award und den Sumner Locke Elliot Prize. Seit 1999 wurden zahlreiche Produktionen in Europa, vor allem in Frankreich, präsentiert. Er schreibt regelmäßig Auftragswerke für französische Regisseure und Theatergruppen. Im März 2014 wurde er mit den Sydney Meyer Performing Arts Award für seine herausragende Theaterarbeit gewürdigt.

 

An alle Interessierten

(to whom it may concern)
Kurzstück

Deutsch von Paul Bäcker
2H
frei zur DSE

Ein alter, einfacher und verwitweter Mann hat einen 40-jährigen autistischen Sohn Leo. Bei diesem Vater haben nun die Ärzte Krebs im Endstadium festgestellt, er hat nur noch zwei oder drei Monate zu leben. Er müßte ins Krankenhaus, aber natürlich weiß er, daß er es nicht mehr lebend verlassen wird. Was er aber nicht weiß, und das ist nun sei ganzes Interesse, sein großer Kummer: was passiert "nach ihm" mit seinem Sohn, wer kümmert sich um dieses große Kind, das als einziges Wort "Pa" sagen kann. Er fängt an, Briefe an entfernte Verwandte zu schreiben, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, keiner antwortet. Er reist mit Leo zur Schwester seiner Frau, mit der er sich nie gut verstanden hat, doch er findet das Haus nicht mehr. In seiner Verzweiflung versucht er, seinen Sohn in den Tod zu schicken, besser zu zuerst, als nach ihm. An einem Strand versucht er Leo zu überreden, ins Wasser zu gehen, obwohl er nicht schwimmen kann, damit er ertrinkt. Davon ahnt Leo, nackt und frierend, natürlich nichts, doch er geht nicht ins Wasser, weil es zu kalt ist. Der Vater gibt seinen Plan auf, zu groß ist die Liebe zu seinem Sohn. Er wird sich auch nicht ins Krankenhaus begeben.
Ein sehr einfacher, leiser Text, der unter die Haut geht.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.