13.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Cornelia JönssonJönsson, Cornelia

Cornelia Jönsson wurde 1980 in Lörrach im südwestlichen Dreiländereck geboren. Sie studierte Theaterwissenschaft, Philosophie und Psychologie in Wien, Berlin und Hagen. Später absolvierte sie Ausbildungen zur systemischen Beraterin und zur Poesietherapeutin. Sie wurde für den Leonard-Frank Theaterpreis vorgeschlagen und ist Walter-Kempowski-Preisträgerin. Sie veröffentlichte mehrere Romane und Erzählbände (bspw Spieler wie wir; Fischfang). 2013 gründete sie gemeinsam mit Tanja Steinlechner den Schreibhain und unterrichtet dort seitdem Nachwuchsautoren.


Weitere Informationen zu Cornelia Jönsson

 

Fressen Lieben Kotzen

1D
UA: 05.11.2010, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

In ihrem Monolog beschreibt die Autorin das Phänomen bezw. das Krankheitsbild der Mager- und Freßsucht. Und sie beschreibt es außerordentlich eindrucksvoll. Es erzählt sich im Grunde ein Tagesablauf, in dem alle Höhen und Tiefen der Krankheit liegen. Das Nicht-Aufstehen-Wollen. Das Sich-Hassen. Weil da irgendwo an dem verdammten Körper noch ein verfluchtes Gramm Fett sein könnte. Weil - verdammt! - auf der Waage keine vier vorne steht. Eindrucksvoll und ohne jede Sentimentalität wird das absurde Empfinden und Leiden beschrieben. Sich zu dick zu finden, obwohl man dünn ist. Und sich dann zu foltern. Zu foltern durch hungern, durch terroristische Selbstüberwachung.
Das zweite Problem: die unerfüllte Sehnsucht nach Liebe. Die Überfixierung auf einen Partner, die völlige Abhängigkeit, das Betteln um Liebesbeweise, die nie genug sein können. Auch die Liebe ist hier ein pathologischer Zustand, eine Sucht.
Und dann das dritte Stadium: Sich voll stopfen. Alle errichteten Tabus niederreißen, fressen bis zum Gehtnichtmehr. Und dann Schuldgefühle. Alles wieder raus. Sich erbrechen bis zum inneren Leerstand. Und alles beginnt wieder von vorne.
Hier ist ein wichtiges Thema sprachlich und inhaltlich exzellent behandelt.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch