25.06.2018

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Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...


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Heymann, Werner Richard
Werner Richard Heymann, geboren am 14. Februar 1896 in Königsberg, schrieb mit sechzehn Jahren sein erstes Orchesterwerk. Die "Rhapsodische Symphonie" des...


Gerlitz, Carsten
Carsten Gerlitz, 1966 in Berlin geboren, studierte an der HdK Berlin Musik. Seine musikalische Ausbildung am Klavier und in Arrangement und Komposition...


 

Der Kongress tanzt

Eine musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Film von Erik Charell
Neue Bühnenfassung von Michael Quast und Rainer Dachselt
Musik von Werner Richard Heymann
Musikalische Arrangements von Carsten Gerlitz
3D, 8H, (Mehrfachbesetzungen möglich)
Orchesterbesetzung: Variabel; Vorhandene Besetzung: Fl, Klar I, Klar II (A.Sax), Dr, Git, Kl, Akk, Vl I, Vl II, Vc, B (Streicher einzeln besetzt)
UA: 25.05.2007, Theater Baden-Baden

„Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ und „Das muss ein Stück vom Himmel sein“ sind nur zwei der unsterblichen Melodien Werner Richard Heymanns, die natürlich auch in der neuen Bühnenversion des Klassikers Der Kongress tanzt nach Erik Charells gleichnamigem Film erklingen. Michael Quast und Rainer Dachselt haben die Handlung neu für die Bühne gefasst und mit zusätzlichen Songs von Werner Richard Heymann ergänzt. Mit feinsinnigem Humor, der virtuosen Verwendung verschiedener Sprachstile und überraschenden, hintersinnigen Pointen stellen sie Gegenwartsbezüge im historischen Gewand her, sei es z.B. beim Gehabe der Diplomaten, dem Spitzelsystem Metternichs oder dem Finanzminister, der ob der Kosten des Kongresses schier verzweifelt. Gleichzeitig wird dabei die romantische Liebesgeschichte der Handschuhmacherin Christel und des russischen Zaren nicht vernachlässigt.

Auf dem Wiener Kongress, wo Könige, Fürsten und Diplomaten über das Schicksal Napoleons und Europas debattieren, scheint Staatskanzler Fürst Metternich alles im Griff zu haben – außer einigen Kleinigkeiten, die trotz seines exzellenten Spitzelsystems und seiner Sicherheitskräfte noch nicht so ganz funktionieren. Da ist u.a. die Handschuhmacherin Christel, die mit einem besonderen Werbegag auf ihr Geschäft aufmerksam macht: jedem gekrönten Haupt, das in Wien eintrifft, wirft sie einen Blumenstrauß mit ihrer Adresse in die offene Kutsche. Als nun der Zar von Russland kommt, zielt sie nicht richtig und trifft diesen am Kopf. Die Russen vermuten sofort ein Attentat – aber Gott sei Dank haben sie vorgesorgt: Statt des Zaren sitzt ein Double, der tumbe Bauernsohn Uralsky, in der Kutsche. Christel wird verhaftet, doch ihrem Geliebten Pepi, der der engste Mitarbeiter Metternichs ist, gelingt es, dass sich der Zar höchstpersönlich einschaltet und sie der Strafe entgeht.

Zu Pepis Leidwesen verliebt sich der Zar in Christel, führt sie zunächst zum Heurigen aus und lässt sie später in einer prachtvollen Kutsche abholen. Was Pepi immer mehr erzürnt, kommt den Plänen Metternichs äußerst entgegen: so lange der Zar mit Liebschaften beschäftigt ist, stört er seine Pläne auf dem Kongress nicht. Aber die einfältigen, in ihrem System eingefahrenen Diplomaten und Fürsten haben die Rechnung ohne den Zaren und seinen Doppelgänger gemacht, den dieser geschickt benutzt, um sich bei den ballseeligen Diplomaten gegen Metternich durchzusetzen. Christel träumt noch immer von der wahren Liebe an der Seite des russischen Fürsten, als auf dem Höhepunkt des Balls die Nachricht eintrifft, dass Napoleon aus Elba geflohen und als Usurpator in Frankreich gelandet ist. Der Zar muss nach Russland zurückkehren, Christels Traum ist zerplatzt. Rückblickend weiß sie: „Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder“.

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