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Peer Gynts Braut

von Clemens Lindner

2D, 2H

frei zur UA

Das Stück "Peer Gynts Braut" beschreibt die letzte Leidenschaft, das traurig unerfüllte Liebesverhältnis ("da nichts bewiesen ist, kann alles bewiesen werden") eines alten weltflüchtigen Genies zu einer jungen Frau und den Konflikt zwischen künstlerischer Askese bezw. dem Ausleben der Gefühle.
Im Sommer 1889 hält sich der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen wie in den Jahren zuvor zur Sommerfrische im Kurort Gossensass am Fluß des Brennerpasses auf. Der berühmte Dichter erwartet dort seinen Freund Edvard Grieg, der aus Bayreuth, wo er Besucher am Grünen Hügel ist, nachkommen soll.
Ibsen lebt abgeschlossen und sucht keine Bekanntschaften mit anderen Gästen, bis er sich in die 27-jährige Wienerin Emilie Bardach verliebt. Der krankhaft schüchterne und zurückhaltende Provinzerotiker (Zitat Arthur Schnitzler) und die Wienerin treffen sich immer wieder auf Spaziergängen oder im Restaurant des Grand Hotels Gröbner, wo der Dichter hinter einer Zeitung verschanzt, Emilie beobachtet. Man spricht bereits im Grand Hotel über die sonderbare Beziehung der beiden. Im Arbeitszimmer Ibsens kommt es schließlich zu einer folgenschweren Begegnung.
Clarisse Fill, die Rezeptionistin des Hotels, sieht der Affaire voller Eifersucht zu. Auch sie interessiert sich für die hübsche Wienerin und den großen Dichter. Sie möchte Schauspielerin werden und spielt die Hedwik Ekdal in der Wildente, die die Dorfbühne zu Ehren ihres berühmten Gastes einstudiert.
Als sich eines Tages Arthur Herzberg, ein weiterer Verehrer Emilies, das Leben nimmt, reist Emilie Bardach überstürzt ab. Sie hatte ihm die Pistole zur Ausführung der Tat geschenkt. (vgl.:Hedda Gabler)