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Der Schlüssel

(La clé)
von Eugène Labiche, Alfred Duru
Komödie in vier Akten

Deutsch von Horst Leonhard
4D, 8H, Statisten

Ernest Riconnet ist mit einer jüngeren, vor allem aber reicheren Frau als er verheiratet. Er hätte in aller Glückseligkeit leben können, hätte er nicht die Dummheit begangen, Agathe zu betrügen ... und sich dabei erwischen zu lassen. Agathe bestraft ihn dadurch, daß sie ihm nicht nur den Schlüssel zum gemeinsamen Schlafzimmer entzieht, sondern auch - und das trifft ihn viel schlimmer - den Schlüssel zur Kassette, in der das Geld der Eheleute verschlossen ist. Nun ist der unglückliche Rinconnet im Zustand eines Kapauns zum Warten verdammt, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als das Monatsende abzuwarten, damit ihm seine Frau mit großem Pomp die 100 Francs Taschengeld aushändigt, die nötig sind zum Kauf des Salates für seine Schildkröte und einiger Bombons, die ihn über seine ausweglose Situation hinwegtrösten.
Eines Tages nimmt ihn sein Neffe in einen Spielsalon mit, dort hofft er sein Glück zu machen. Aber in dieser von Schwindlern und Gaunern besuchten Spielhölle verliert er schnell alles, was er anfangs gewonnen hat: Am Ende steht er mit 11 000 Francs Schulden da. Von nun an beginnt für den armen Rinconnet eine wilde, verzweifelte Jagd nach Geld, die sich für ihn zu einem wahren Alptraum auswächst. Es ist ein Weg durch die Hölle, auf dem er Beleidigung um Beleidigung, Demütigung um Demütigung erfährt, bis fast zum Verlust seiner Identität.