Aktuelle Nachrichten

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Ivan CalbéracCalbérac, Ivan

Ivan Calbérac, geboren 1970, ist ein sehr erfolgreicher und vielfach mit Preisen ausgezeichneter Filmregisseur und Drehbuchautor. Für das Theater schrieb er "Le Bourreau" (1997) und "Tout un cinema" (2006). Sein drittes Stück Die Studentin und Monsieur Henri triumphierte in der Saison 2012/2013 am Théâtre de Paris und auf Tournee in ganz Frankreich. Es wurde mit dem Coup de Cœur Théâtre Privé, dem Palmarès du Théâtre und dem Grand Prix du Jeune Théâtre der Akademie Française ausgezeichnet (2013)und unter dem Titel "Frühstück bei Monsieur Henri" verfilmt. In Deutschland wurde es vom Theater am Kurfürstendamm erstaufgeführt und war in dieser Produktion deutschlandweit auf Tournee zu sehen.

"Dieses Schauspiel von Yvan Calbérac ist ein charmanter Knaller." (Hamburger Morgenpost)

 

Die Studentin und Monsieur Henri

(L'Étudiante et Monsieur Henri)
Eine Komödie
Deutsch von Horst Leonhard
2D, 2H
UA: 07.09.2012, Petit Théâtre de Paris Paris
DSE: 24.07.2015, Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg

Calbérac erzählt in seiner Komödie die Geschichte des misanthropischen, bärbeißigen alten Witwers Henri, der von seinem Sohn Paul, der sich Sorgen wegen seiner Gesundheit macht, gezwungen wird, ein Zimmer seiner Wohnung an eine Studentin zu vermieten. Der Alte sperrt sich, doch er hat keine andere Wahl. Entweder das, oder das Altersheim. Ein junges 21 jähriges Mädchen, Constance, stellt sich vor. Der alte Griesgram tut alles, um sie zu entmutigen, doch sie braucht dieses Zimmer und schluckt seine Grobheiten. Sie muss dafür jedoch widerwillig eine Bedingung des Alten akzeptieren: Da er seine Schwiegertochter nicht ausstehen kann, soll Constance versuchen, seinem Sohn den Kopf zu verdrehen, damit der seine Frau verläßt. Und nun beginnt eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte mit ständig sich widersprechenden Gefühlen, weil die Personen selbst sehr widersprüchlich sind.

Ist Monsieur Henri ein bösartiger Mensch? So, wie er sich manchmal verhält, ist er es. Aber das ist natürlich sehr viel komplizierter. Und sein Sohn? Das Ofer eines erdrückenden Vaters? Ja ... aber. Und dessen Frau? Ein Dummchen, die alles "fabelhaft" findet, oder aber eine Frau mit reinem Herzen, gläubig, würdig, die ihren Kummer verbirgt, kinderlos zu sein? Und das junge Mädchen? Eine Unbekümmerte, Leichtfertige, auch sie ein wenig erdrückt durch ihren Vater? Oder doch nur eine junge Frau, die auf der Suche ist und es nicht wagt, ihre geheimsten Wünsche zu formulieren?

Ivan Calbérac stellt in seiner Komödie Die Stundentin und Monsieur Henri allgemeine Fragen: welche Orientierungspunkte besitzen Männer und Frauen gegenüber dem Nachlassen der Kräfte, sei es aufgrund von Krankheit, Unfruchtbarkeit, einem nicht liebenden Vater oder dem Scheitern in der Ausbildung? Während des Stückes entwickeln sich seine Figuren, sie emanzipieren sich. Sie lernen sich zu erkennen und verzeihen und akzeptieren sich am Ende. Kein "happy end", aber vielleicht gerade deshalb eine zutiefst menschliche Komödie.

Die Verfilmung startet ab 21.07.2016 unter dem Titel "Frühstück bei Monsieur Henri" in den deutschen Kinos:

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen