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Die Stühle

von Eugène Ionesco
Tragische Farce von Eugène Ionesco

Deutsch von Jacqueline Seelmann-Eggebert und Ulrich Seelmann-Eggebert
1D, 1H

Ein Paar, beide über neunzig, erwartet die Ankunft einer Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten. Der alte Mann möchte am Ende seines Lebens der Nachwelt eine Botschaft hinterlassen. Da er glaubt, kein guter Redner zu sein, hat er einen Berufsredner bestellt. Die Gäste treffen ein, man hört und sieht sie nicht, aber die beiden Alten schleppen immer mehr Stühle für sie auf die Bühne und unterhalten sich angeregt mit ihnen. Immer mehr Gäste kommen, bis die Bühne mit sichtbaren Stühlen und unsichtbaren Gästen vollgestopft ist. Alles ist bereit -selbst der Kaiser ist eingetroffen- und erwartet die Botschaft. Als der Redner auftritt, stürzt sich das alte Paar in der Gewißheit aus dem Fenster, daß nun ihr Lebenszweck seine Erfüllung findet. Doch der Redner ist unfähig zu sprechen, er ist taubstumm. Auch die Zeichen, die er auf eine Tafel schreibt, sind nicht zu entziffern.